Standort Tirol

Bergbahnen Imst verloren an Umsatz

In Sölden hofft man auf ein Plus, am Hochzeiger gab es ein blaues Auge, doch in Imst klafft ein Loch von minus 35 Prozent.

Von Alexander Paschinger

Imst –In Sölden hat man noch bis Anfang Mai Zeit, die Saison aufzupeppen, und am Hochzeiger zeigt man sich mit dem Ostergeschäft zufrieden. Während Hansjörg Posch bei den Sölder Bergbahnen auf „ein kleines reales Plus“ hofft, ist Hochzeiger-Geschäftsführer Hansjörg Wohlfarter froh, „mit einem blauen Auge davonzukommen“. Noch stehen einige Tage in der Wintersaison an.

Den Imster Bergbahnen fehlen diese. Zu Ostern lässt man es dort traditionell „coastern“, will heißen, dass man die Sommersaison schon ein wenig vorzieht. „Wir sind froh, dass wir zwei Standbeine – und auch einen so starken Partner wie die Stadt Imst – haben“, bekennt der Geschäftsführer der Imster Bergbahnen, Bernhard Schöpf. Denn der Winter war mehr als bescheiden: „Wir verzeichnen ein Umsatzminus von 35 Prozent“, so Schöpf, „und das bei gleichem Aufwand.“

Dabei hatte es im November noch gut begonnen: „Von diesem Schnee konnten wir lange zehren.“ Dann aber kam der Dezember und die ständigen Föhneinbrüche. Während da Sölden noch vom Süden her Schnee abbekam, mussten die Imster ihre Schneeproduktion in die Imster Au verlagern, wo der Kaltluftsee eine künstliche Beschneiung zuließ. Sogar das abgeschabte Eis vom Kunsteisplatz wurde nach Hoch-Imst gekarrt. Mit Hilfe der Stadt konnten dabei die Kosten gering gehalten werden.

Nun gilt es, die verkorkste Wintersaison, die kein Rodeln und nur wenige Nachtskiläufe zuließ, aufzuholen. „Ein blaues Auge wird es immer bleiben“, sagt Schöpf. Wirklich aufholen werde man das Minus aus dem Winter nicht können. Das werde sich auch heuer auf die Investitionen auswirken. Unbedingt müsse man den Parkplatz erweitern und das Steuerungssystem des Malchbachliftes angehen. „Den geplanten Ausbau des Sommerprogrammes werden wir wohl nicht schaffen.“ Am Sanierungskonzept ändere sich aber nichts: Ende des Jahres sollen die Bergbahnen schuldenfrei sein.

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