Prozess

Hanfplantage auf Facebook wurde Tiroler zum Verhängnis

Innsbruck – Dass nicht wenige Leute praktisch alles in soziale Netzwerke stellen, ist bekannt. Etwas übertrieben hat es damit jedoch im Deze...

Innsbruck – Dass nicht wenige Leute praktisch alles in soziale Netzwerke stellen, ist bekannt. Etwas übertrieben hat es damit jedoch im Dezember ein 50-jähriger Unterländer. Hatte er doch einer Facebook-Bekannten stolz ein Bild seiner Hanfplantage gesandt. Sie staunte und rief die Polizei. Letztere rückte mit Beamten und Hunden zur Hausdurchsuchung an – und fand Stauden und einen Geständigen.

Dieser offenbarte bei der Polizei, dass er über vier Jahre in jährlich fünf Anbauzyklen zumindest ein Kilogramm Marihuana geerntet hatte. Als der Angeklagte dies gestern am Landesgericht relativieren wollte, wurde Staatsanwalt Robert Mader scharf: „Allein ihre Facebook-Aktion beweist doch, dass Sie total zugedröhnt waren – so etwas tut doch kein normaler Mensch!“ Vier Monate bedingte Haft und 960 Euro Geldstrafe ergingen. (fell)