Schwerstes Unglück der Geschichte

14 Tote durch Lawine am Everest: Tiroler Bergsteiger wohlauf

Der Mount Everest in Nepal.
© APA

Der Lawinenabgang ereignete sich entgegen ersten Angaben auf 5800 Metern Höhe. Der blinde Osttiroler Bergsteiger Andy Holzer hatte sich heute mit zwei weiteren Tirolern im Bereich des Basislagers befunden, das nur wenige Hundert Meter tiefer liegt.

Kathmandu - Beim schwersten Unglück in der Geschichte des Mount Everest sind neuesten Angaben mindestens 14 nepalesische Bergsteiger gestorben. Eine Lawine habe die Gruppe am frühen Freitagmorgen oberhalb des Basislagers am höchsten Berg der Welt erfasst, sagte Dipendra Poudel vom Touristenministerium.

Fünf Bergsteiger seien verletzt worden. Weitere Menschen würden noch vermisst. Die meisten Opfer stammten aus der Region rund um den Mount Everest und hätten für die internationalen Expeditionen gearbeitet, die derzeit im Basislager auf 5364 Meter auf den Aufstieg warten.

Bei Tirolern „alles OK“

Drei Tiroler Bergsteiger, darunter der blinde Osttiroler Andy Holzer, befanden sich im Bereich des Basislagers. Entgegen erster Angaben ging die Lawine nur wenige Hundert Meter darüber ab und nicht wie zunächst von US-Medien berichtet auf 6400 Meter Seehöhe im Bereich des Camp 2.

In einem Blog-Eintrag auf der Homepage des Osttirolers ( http://go.tt.com/1jcbCHZ ) wurde am Freitagvormittag bestätigt, dass die Tiroler Bergsteiger den Lawinenabgang unbeschadet überstanden haben. Der Unfallort sei etwa drei Stunden vom Basiscamp entfernt, in diesem sei also „alles OK“. Das Team wollte sich aber trotzdem auf den Weg in die nahe gelegene Ortschaft Lobuche machen.

Sherpas wollten Route präparieren

Die Lawine löste sich nach seinen Angaben gegen 6.45 Uhr auf einer Höhe von 5800 Metern im sogenannten Popcorn-Feld, das auf der Route zum tückischen Khumbu-Eisfall liegt. Wie ein Sprecher des Tourismusministeriums sagte, wollten die Sherpas eine Route zum Gipfel präparieren. (tt.com, AP/APA) Zum Artikel über Andy Holzer: http://go.tt.com/1jPIgkq