Neuer Prälat in Sog des Skandals um Vatikanbank geraten
Vatikanstadt (APA) - Der Skandal um Geldwäsche in der Vatikanbank (IOR) zieht weitere Kreise. Ermittlungen wurden gegen den ehemaligen Erzbi...
Vatikanstadt (APA) - Der Skandal um Geldwäsche in der Vatikanbank (IOR) zieht weitere Kreise. Ermittlungen wurden gegen den ehemaligen Erzbischof der toskanischen Stadt Siena, Gaetano Bonicelli, sowie gegen zwei weitere Personen aufgenommen, berichteten italienische Medien.
Die römische Staatanwaltschaft wirft den drei Angeklagten vor, IOR-Konten zu benutzen, um illegal eingetriebenes Geld zu waschen. Der 89-jährige Bonicelli ist seit 2001 in Pension. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, berichteten italienische Medien.
Unter Geldwäscheverdacht steht bereits Vatikan-Prälat Nunzio Scarano. Dieser war Ende Juni von italienischen Behörden verhaftet worden, da er an einer versuchten illegalen Überführung von 20 Millionen Euro Bargeld in einem Privatjet aus der Schweiz nach Italien beteiligt gewesen sein soll. Scarano war früher Rechnungsprüfer der vatikanischen Güterverwaltung APSA.
Scarano erhob seinerseits schwere Vorwürfe gegen seine Vorgesetzten. Im Jänner hatte die italienische Finanzpolizei im Zuge der Ermittlungen gegen Scarano Besitztümer des Prälaten beschlagnahmt. Bei der Untersuchung geht es um vorgetäuschte Schenkungen einer Offshore-Gesellschaft, die von Scarano über Konten des vatikanischen Geldinstituts IOR abgewickelt worden sein sollen.
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