Justiz und Kriminalität

Identität und Motiv des Linzer Fassadenkletterers weiterhin unklar

(Symbolfoto)
© TT/Thomas Böhm

Der Unbekannte, der weder Papiere noch Handy bei sich hatte, stürzte bei dem Versuch, eine Fassade hochzuklettern, zwölf Meter in die Tiefe.

Linz – Die Polizei in Linz rätselte am Sonntag nach wie vor über die Identität eines Fassadenkletterers, der am Freitag zwölf Meter tief abgestürzt und lebensgefährlich verletzt worden ist. Auch das Motiv war weiterhin völlig unklar. Die Exekutive geht allerdings eher von einem sportlichen als von einem kriminellen Hintergrund aus.

Eine Augenzeugin hatte den Mann am Freitag beobachtet, wie er entlang einer Dachrinnenableitung an dem viergeschoßigen Haus in Linz hinaufkletterte. Auf Höhe des dritten Stockes verlor er den Halt und stürzte auf den Gehsteig. Der Unbekannte, der weder Papiere noch Handy bei sich hatte, wurde ins Spital eingeliefert, wo ihn die Ärzte in künstlichen Tiefschlaf versetzten.

Was der Mann an der Hauswand wollte, ist unklar. Dass es sich bei der Fassaden-Tour um einen Einbruchsversuch gehandelt haben könnte, glauben die Ermittler allein aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht. Zudem soll der Mann kurz vor dem Unfall einer Passantin gesagt haben, er wolle hier klettern.

Der lebensgefährlich Verletzte wird als vermutlich über 30 Jahre alt beschrieben. Er trug zum Unfallzeitpunkt Jeans mit einem schwarzen Gürtel, ein schwarzes T-Shirt, eine dünne schwarz-rote Jacke und grün-graue Trekkingschuhe der Größe 41,5. (APA)