15 Al-Kaida-Kämpfer durch Drohnenangriffe im Jemen getötet
Sanaa (APA/AFP) - Mindestens 15 mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer sind am Wochenende bei zwei Drohnenangriffen im Jemen getötet worden. Bei einer...
Sanaa (APA/AFP) - Mindestens 15 mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer sind am Wochenende bei zwei Drohnenangriffen im Jemen getötet worden. Bei einer Attacke in der südlichen Provinz Abjane seien am Sonntag mindestens fünf Mitglieder der Extremistengruppe tödlich getroffen worden, sagte ein Stammesvertreter aus der Region. Zudem seien mehrere Al-Kaida-Mitglieder verletzt worden.
Bereits am Samstag waren bei einem Drohnenangriff in der zentral gelegenen Provinz Baida zehn mutmaßliche Kämpfer der Terrornetzwerks sowie drei Zivilisten getötet worden. Nach Regierungsangaben wurden ein weiterer „Terrorist“ sowie fünf Zivilisten verletzt. Ein Vertreter der jemenitischen Sicherheitskräfte hatte zuvor von insgesamt 18 Todesopfern gesprochen. Nach Angaben der Behörden richtete sich der Einsatz am Samstag gegen die Hintermänner eines tödlichen Anschlags auf den Vize-Gouverneur der Provinz sowie einen Geheimdienstmitarbeiter am 15. April.
Ausschließlich die USA verfügen in dieser Region über Drohnen. Im vergangenen Jahr wurden im Jemen mehrere Dutzend mutmaßliche Mitglieder der Extremistengruppe Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel (AQAP) durch derartige Drohnenangriffe getötet. Die Einsätze der unbemannten Flugzeuge sind höchst umstritten, weil dabei immer wieder unbeteiligte Zivilisten zu Tode kommen. Im Dezember 2013 waren bei einem Angriff auf zwei Hochzeitsgesellschaften, der eigentlich dem Fahrzeug eines Al-Kaida-Anführers galt, 16 Zivilisten getötet worden.
Kurz darauf verbot Jemens Parlament den USA die Drohnenangriffe, auch Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen äußerten „ernsthafte Bedenken“. Jemens Übergangspräsident Abd Rabbo Mansur Hadi verteidigte den Einsatz von Drohnen zuletzt aber noch als hilfreich im Kampf gegen Al-Kaida.
Die Jihadistengruppe AQAP, die ihren Sitz im Jemen hat, gilt als der gefährlichste und aktivste Ableger des globalen Terrornetzwerks. Die islamistische Rebellengruppe kämpft seit Jahren mit Gewalt gegen die Regierung in Sanaa und verübt immer wieder blutige Angriffe auf einheimische Sicherheitskräfte sowie Ziele im Ausland.
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