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Der Weg der Barmherzigkeit

175 Jahre Barmherzige Schwestern in Tirol: Grund zu feiern, zu danken und den historischen Weg noch einmal zu gehen.

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Innsbruck –Die Geschichte der Barmherzigen Schwestern in Tirol begann 1839: In Begleitung der Münchner Generaloberin Sr. Ignatia fuhren vier junge, in Bayern ausgebildete Tiroler Mädchen – die Novizinnen Alexandra, Lidwina, Thimothea und Filomena – mit der Kutsche nach Innsbruck, wo sie nach 36 Stunden eintrafen.

Der „Kaiserlich Königlich privilegierte Bothe von und für Tirol und Vorarlberg“ schrieb in überschwänglichen Worten von der „Übertragung der Krankenpflege an diesen ehrwürdigen Verein sich selbst aufopfernder Nächstenliebe“. Tatsächlich wurden die Schwestern sehnlichst erwartet, wurden sie doch dringend für die Krankenpflege und Ausspeisung im damaligen Bürgerspital gebraucht. Entsprechend feierlich war der Empfang durch Vertreter der Landesregierung, des Stadtmagistrats und durch den Fürstbischof.

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175 Jahre später hatten sich wieder zahlreiche Menschen, unter ihnen viele der 117 Innsbrucker Barmherzigen Schwestern sowie Schwestern aus den Provinzen Meran, Treviso und Tansania, auf dem Platz vor der Spitals- kirche versammelt. Und wie damals wurden vier Schwestern und die heutige Generaloberin aus München, Sr. Theodolinde, „unter großem Zulauf des Volkes“ von Vertretern des Landes, der Stadt Innsbruck und der Kirche empfangen. Vom heutigen Mutterhaus am Rennweg waren sie den „Weg der Barmherzigkeit“ noch einmal in historischer Tracht in einer Pferdekutsche gefahren. Angesichts der gestärkten Flügelhauben meinte Domprobst Florian Huber, dass man dafür heute wohl eine Erschwerniszulage bekäme.

Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer würdigte die Arbeit der Schwestern, die Innsbruck mit ihren Werken mitgeprägt hätten. In 175 Jahren entstanden das Sanatorium Kettenbrücke, vier Schulen, Bildungshäuser, Alten- und Pflegeheime und eine Missionsstation. In einigen Bereichen seien die Schwestern nicht mehr persönlich vertreten, so die Tiroler Generaloberin Sr. Pauline. Doch man werde darauf achten, dass die Werte der Barmherzigkeit in allen Einrichtungen auch weiterhin Bestand haben. (ms)


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