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EASA für neue Regeln für Blackboxes

Die an der Blackbox angebrachten Geräte zur Unterwasser-Ortung (ULD) sollten künftig 90 Tage statt wie bisher 30 Tage lang senden.

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Die Einsatzkräfte suchen weiterhin nach dem verschwundenen Passagierflugzeug der Malaysia Airlines.
© EPA/RICHARD WAINWRIGHT

Paris – Als Konsequenz aus der vergeblichen Suche nach der seit 8. März verschollenen malaysischen Passagiermaschine hat die Europäische Flugsicherheitsbehörde EASA eine längere Lebensdauer der Peilsender von Flugdatenschreiber und Cockpit-Stimmrekorder gefordert. Die an der Blackbox angebrachten Geräte zur Unterwasser-Ortung (ULD) sollten künftig 90 Tage statt wie bisher 30 Tage lang senden.

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Zudem empfahl die Behörde, Großraumflugzeuge bei der Überquerung von Ozeanen mit neuartigen ULDs auszurüsten, deren Reichweite größer ist als bisher. Geplant sei auch eine neue Frequenz, mit der nach einem Unglück die Suche nach der Blackbox unter Wasser vereinfacht werden soll. Gespräche im Cockpit sollen länger als bisher aufgezeichnet werden, um einen Unfallhergang besser nachvollziehen zu können.

Die Boeing 777 der Malaysia Airlines verschwand am 8. März auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking aus bisher ungeklärter Ursache von den Radarschirmen. Vermutlich stürzte der Großraumjet mit 239 Menschen an Bord sieben Stunden danach in den Indischen Ozean. Sollte die Blackbox je entdeckt werden, wären die entscheidenden Momente des Fluges nicht enthalten, weil Gespräche im Cockpit in der Regel nur bis zu zwei Stunden rückverfolgt werden können: Der Stimmenrekorder zeichnet fortlaufend die letzten 30 bis 120 Minuten in einer Endlosschleife auf.

Das Schicksal von Flug MH370 zeige, dass „Sicherheit niemals als gegeben angesehen werden darf“, erklärte EASA-Chef Patrick Kay. Inzwischen wurde die Suche nach der Boeing 777 mit Schiffen und aus der Luft aufgegeben, sie konzentriert sich auf den Meeresgrund in einem Gebiet etwa 1.600 Kilometer vor der westaustralischen Küste. Die Fläche ist etwa doppelt so groß wie Belgien. Experten zufolge könnte die Suche ein Jahr in Anspruch nehmen.

Für neue Vorschriften für Flugschreiber hatte sich bereits Frankreich eingesetzt, nachdem ein Airbus A330 im Jahr 2009 auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris in den Atlantischen Ozean stürzte. Die Vorschläge sind bisher nicht umgesetzt worden. (APA/AFP/Reuters)


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