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Der nächste Karriereschritt heißt für Hinterseer Ingolstadt

Wacker-Kapitän Lukas Hinterseer machte den Wechsel zum deutschen Zweitligisten FC Ingolstadt gestern in Oberbayern perfekt und blickt optimistisch in die Zukunft, aber auch dankbar auf seine Zeit in Innsbruck zurück.

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Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Überraschung war der Wechsel von Lukas Hinterseer von der Tiroler Landeshauptstadt Richtung Oberbayern in die 130.000-Einwohner-Stadt Ingolstadt ja keine mehr, seit gestern ist der Transfer amtlich. Der Kapitän des FC Wacker spielt ab Sommer für den deutschen Zweitligisten FC Ingolstadt. „Der richtige Schritt. Der Verein hat viel vor. Wir hatten auch Angebote aus Österreich und der deutschen Bundesliga“, erklärte Berater Thomas Böhm, nachdem in der Audi-Stadt gestern die letzten „Kleinigkeiten“ geklärt wurden. Böhm hat neben Hinterseer u. a. Martin Stranzl, Christian Fuchs, Robert Almer und Phi­lipp Zulechner als Klienten.

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Wohnung mit Gästezimmer schon gefunden

„Lukas ist ein junger Spieler mit Potenzial, der hervorragend zu uns passt. Wir sind überzeugt, dass er sich beim FC Ingolstadt gut weiterentwickelt“, erklärte Sportdirektor Thomas Linke, der Hinterseer so wie Trainer Ralf Hasenhüttl einige Male im Tivolistadion beobachtet hatte.

Die Tinte unter dem Zweijahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison ist längst trocken, eine Wohnung hat der 23-jährige Kitzbüheler mit Freundin Victoria, die mit ihm nach Oberbayern übersiedelt, auch schon gefunden. Ein Gästezimmer ist auch dabei, damit Opa Ernst und Papa Guido übernachten können, wenn sie dem Lukas auf die Beine schauen. Aus der Welt ist er ohnehin nicht. Knapp zweieinhalb Stunden dauert die Fahrt heim nach Kitzbühel.

Wie war der erste Eindruck vom neuen Arbeitgeber? „Alles bestens. Der Audi-Sportpark ist super, dazu das Trainingsgelände mit mehreren gepflegten Rasenplätzen. Außerdem will der Verein nächste Saison in der zweiten Liga nicht nur mitspielen, sondern vorne mitmischen. Und da hoffe ich, dass ich meinen Teil dazu beitragen kann“, erklärt Hinterseer und sieht sich bestens aufgehoben: „Man muss schon auch auf dem Boden bleiben. Was nützt mir ein Engagement bei einem deutschen Bundesligisten, wenn ich dann nur auf der Tribüne oder der Ersatzbank sitze. Ich wollte einen Verein, bei dem ich eine realistische Chance habe, dass ich zu regelmäßigen Einsätzen komme. Das muss ich mir in Ingolstadt auch erst erarbeiten.“

Deutschland ist die Zukunft, der FC Wacker Vergangenheit. „Ich weiß, was ich dem Klub zu verdanken habe, und es tut mir auch leid, dass es nicht zum Klassenerhalt gereicht hat.“ Absoluter Höhepunkt seiner schwarzgrünen Profizeit war der Thriller von Wolfsberg: „Das ist nicht zu toppen. Aber auch die Einberufung in die Nationalmannschaft war etwas Besonderes. Dass ein junger Tiroler vom Tabellenschlusslicht eine Chance erhält, ist nicht alltäglich.“

Holzbank auf der Hohen Warte als Lehre

Lehrreich waren für Hinterseer seine Verleihstationen FC Lustenau und Vienna. „Wenn du dich auf der Holzbank auf der Hohen Warte umziehst, dann wird dir erst so richtig bewusst, wie gut es uns Kickern im Umfeld des Tivoli-stadions geht.“


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