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Planetenforscher Colin Pillinger im Alter von 70 Jahren gestorben

Der Engländer baute das Landegerät „Beagle 2“, das 2003 von der ersten Mars-Sonde der ESA, Mars Express, zum Mars gebracht wurde.

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London – Der Vater des Mars-Roboters „Beagle 2“, Colin Pillinger, ist tot. Der Planetenwissenschafter starb am Donnerstag im Alter von 70 Jahren, wie seine Familie mitteilte. Pillinger habe am Mittwochnachmittag im Garten seines Hauses in Cambridge eine Gehirnblutung erlitten und sei in ein Koma gefallen. Am Donnerstagnachmittag sei der zweifache Vater dann friedlich im Krankenhaus gestorben.

Pillinger war maßgeblich für die „Beagle 2“-Marsmission der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA verantwortlich. Seine Forschungsgruppe entwickelte das Landemodul, das zu Weihnachten 2003 auf dem Roten Planeten aufsetzen sollte. Die Mission scheiterte jedoch spektakulär. Experten vermuten, dass die Sonde in der Mars-Atmosphäre verglühte. Dennoch verlor Pillinger nicht seine Zuversicht.

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Der Chemiker, den seine Kollegen als voller Begeisterung für sein Fach beschrieben, begann seine Karriere bei der US-Raumfahrtbehörde NASA. Er untersuchte anfangs Gesteinsproben des Mondes während des Apollo-Programms.

Im Jahr 2005 diagnostizierten Ärzte bei Pillinger Multiple Sklerose. Im selben Jahr trat er von seinem Chefposten an dem von ihm selbst gegründeten Forschungsinstitut für Planeten und Raumfahrtwissenschaften (PSSRI) zurück. Seine Arbeit für die Planetenwissenschaft verfolgte er dennoch weiter.

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Pillinger war unter anderem beteiligt an der „Rosetta“-Mission der ESA. Das Landegerät der Kometensonde soll im November in mehr als 800 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde auf „Rosettas“ Zielkometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko aufsetzen. (APA/AFP)


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