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Konfliktparteien im Südsudan vereinbarten Waffenstillstand

Juba (APA/AFP) - Nach monatelangen Kämpfen im Südsudan haben Präsident Salva Kiir und Rebellenführer Riek Machar am Freitag in der äthiopisc...

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Juba (APA/AFP) - Nach monatelangen Kämpfen im Südsudan haben Präsident Salva Kiir und Rebellenführer Riek Machar am Freitag in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba ein Abkommen zur Beendigung des Konflikts unterzeichnet. Beide Seiten einigten sich auf eine Einstellung der Kampfhandlungen. Kiir und Machar hätten sich darauf verständigt, die Kämpfe „innerhalb von 24 Stunden nach Unterzeichnung“ zu beenden.

Der Chefunterhändler des ostafrikanische Staatenblocks IGAD, Seyoum Mesfin, begrüßte die Vereinbarung zur „Beendigung des Kriegs“. Die Konfliktparteien einigten sich nach Angaben Mesfins auch auf die Bildung einer Übergangsregierung sowie Neuwahlen. Ein Termin für die Abstimmung sei aber nicht festgelegt worden. Das Abkommen sieht den Angaben zufolge auch die Einrichtung eines humanitären Korridors sowie die Zusammenarbeit mit der UNO vor, um mehr als fünf Millionen Menschen die nötige Hilfe zukommen zu lassen.

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Kir und Machar waren in Addis Abeba erstmals seit Ausbruch der Gewalt zu direkten Gesprächen über ein Ende der Gewalt zusammengetroffen. Nach stundenlangen Verhandlungen schüttelten sich die Kontrahenten vor laufenden Kameras die Hände. Anschließend beteten sie gemeinsam.

Der Südsudan ist erst seit Mitte 2011 unabhängig vom Sudan. Ein seit langem schwelender Machtkampf zwischen Präsident Kiir und seinem ehemaligen Stellvertreter Machar war im vergangenen Dezember eskaliert. Die politische Rivalität zwischen den beiden Politikern wird dadurch verschärft, dass sie unterschiedlichen Volksgruppen angehören. Seit Beginn der Kämpfe wurden tausende Menschen getötet. Mehr als 1,2 Millionen Zivilisten befinden sich auf der Flucht. Die UNO wirft beiden Konfliktparteien schwere Menschenrechtsverletzungen vor.


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