Burgenländische Künstlerin Fria Elfen feiert 80. Geburtstag

Eisenstadt/Wien (APA) - Die burgenländische Künstlerin Fria Elfen feiert heute, Mittwoch, ihren 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass wird um 18...

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Eisenstadt/Wien (APA) - Die burgenländische Künstlerin Fria Elfen feiert heute, Mittwoch, ihren 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass wird um 18.30 Uhr im Heiligenkreuzer Hof in Wien das Buch „Werkstatt Breitenbrunn 1967-1980. Internationale Avantgarde im Burgenland“ präsentiert. Dabei wird daran erinnert, dass die Wienerin 1967 gemeinsam mit Wil Frenken ihr Haus am Neusiedler See für internationale Avantgardekunst öffnete.

Das eigentliche Geburtstagsfest findet jedoch am kommenden Sonntag (18. Mai, 15 Uhr) im Haus Fria Elfen in Breitenbrunn statt. Dabei wird ein Kunstband vorgestellt, der ihr Leben und Werk erstmals umfassend dokumentiert. „Lichtwege und Schattenräume“ ist in der edition lex liszt erschienen und enthält Beiträge von Klaus Basset, Sabine Kritsch-Schmall, Eva Maltrovsky, Siegfried J. Schmidt und Katharina Tiwald.

Am 17. Juni (19 Uhr) rundet dann eine Ausstellung in der Cselley Mühle Oslip den Veranstaltungsreigen ab: „Neue, aber auch frühe und der Öffentlichkeit weitgehend unbekannte Arbeiten zeigen Stationen ihres von Offenheit und Kontinuität geprägten Suchens nach Ausdruck und Gestaltung“, heißt es in der Ankündigung zu der bis 13. Juli laufenden Ausstellung.

Fria Elfen wurde am 14. Mai 1934 in Wien geboren. Sie studierte Anglistik und Malerei bei Herbert Boeckl und Albert Paris Gütersloh an der Akademie der Bildenden Künste Wien. 1959 übersiedelte sie ins Burgenland - zunächst nach St. Margarethen und später nach Breitenbrunn, wo sie ein offenes Haus führt, das auch für Veranstaltungen der Landesgalerie Burgenland genutzt wird.

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Ihr künstlerisches Schaffen ist vielfältig und umfasst textile Objekte, Collagen, Raum- und Lichtinstallationen, Mail Art, Arbeiten für Kunst im öffentlichen Raum. Auseinandersetzung mit Sprache und Schriftzeichen, Licht und Schatten, Spiegelung und Transparenz durchzieht ihr Werk. 1998 wurde sie mit dem Kulturpreis des Landes Burgenland für Bildende Kunst ausgezeichnet.

„Der Schritt weg von der Akademie war gleichzeitig ein Schritt in eine andere Welt. Ganz sicher waren es auch die Erfahrungen, die Wil Frenken aus seiner Heimat, dem Krefeld/Düsseldorfer Kreis, mitbrachte und hier verwirklichte“, erzählte die Künstlerin kürzlich in einem Interview mit dem Magazin „Die Burgenländerin“. „Meine Vorstellung war, wenn ich nach Neuem suche, müsste ich auch das Material wechseln. So sind zum Beispiel aus Jalousien, die ausgedient hatten, Skulpturen entstanden. Letztendlich sind auch meine Stempelbilder Abfallprodukte, die ich auch ‚Wortabfälle‘ benannt habe. (...) Schriftelemente finden sich bis heute in meinen Installationen, die mit dem sie umgebenden Raum in Beziehung treten.“


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