Halleiner Maschinenbauer Emco auf Wachstumskurs

Hallein (APA) - Der Maschinenbauer Emco mit Sitz in Hallein bei Salzburg befindet sich seit der Übernahme durch die Kuhn Holding vor zwei Ja...

Hallein (APA) - Der Maschinenbauer Emco mit Sitz in Hallein bei Salzburg befindet sich seit der Übernahme durch die Kuhn Holding vor zwei Jahren auf Wachstumskurs. Für das Geschäftsjahr 2016/17 peilt das Unternehmen einen Umsatz von 200 Mio. Euro an, sagte Günter Kuhn, Geschäftsführer der Kuhn Holding, im Gespräch mit der APA.

Im per 31. März zu Ende gegangenen Geschäftsjahr lag der Umsatz mit 160 Mio. Euro um zehn Prozent höher als im Jahr davor. „Wir setzen als Familienunternehmen auf ein stabiles, kontinuierliches Wachstum“, erklärte Kuhn. Für den Eigentümer steht derzeit die Stärkung des Eigenkapitals auf 50 Prozent im Vordergrund. Damit schaffe man eine gute wirtschaftliche Basis für weitere Investitionen. Die 50 Prozent würden voraussichtlich schon im laufenden Geschäftsjahr erreicht, ist Kuhn mit der Entwicklung des Maschinenbauers zufrieden.

Das Unternehmen beschäftigt derzeit 679 Mitarbeiter, etwa 350 davon im Tennengau. „Hallein ist das Kompetenzzentrum für die gesamte Gruppe“, betont Kuhn und plant weitere Investitionen. In den vergangenen Monaten wurde in eine neue Blechfertigung investiert sowie eine Produktionshalle ausgebaut. Als nächster Schritt ist die Erneuerung der Lehrlingswerkstätte vorgesehen. Mittelfristig soll in Hallein entsprechend dem Geschäftsverlauf auch zusätzliches Personal aufgenommen werden.

Das Salzburger Unternehmen ist auf Werkzeugmaschinen für die Industrie spezialisiert und weltweit tätig. Zum Kundenkreis gehören Metall verarbeitende Betriebe, Medizintechnik, Autozulieferer oder der Flugzeugbau. Seit der Übernahme wurden zahlreiche neue oder überarbeitete Produkte - unter anderem Vertikaldrehmaschinen, die am Standort Magdeburg hergestellt werden - auf den Markt gebracht. Österreich und Deutschland sind die Kernmärkte des Unternehmens. Emco profitiert von der guten Konjunktur in Deutschland, im Vorjahr gab es ein zweistelliges Plus bei den Auftragseingängen. Immerhin wird etwa ein Drittel des Gesamtumsatzes in Deutschland erzielt. Um in diesem wichtigen Markt gut aufgestellt zu sein, eröffnete Emco kürzlich in Chemnitz ein weiteres Vorführzentrum sowie in Dortmund ein Technologiezentrum.

Entwicklungspotenzial gebe es auf allen Märkten, ist Kuhn überzeugt. Das Unternehmen ist weltweit aktiv und hat 140 Verkaufs- und Serviceniederlassungen international. Im vergangenen Jahr konnte beispielsweise ein Großauftrag in China abgewickelt werden. Auch in Russland macht das Unternehmen gute Geschäfte. Derzeit denkt man im Unternehmen über zusätzliche Produktionsstandorte im Ausland nach. „Es wichtig, auf Hauptmärkten vor Ort zu sein, um langfristig im Geschäft zu bleiben“, sagte Kuhn.

Die Kuhn Holding, zu der Emco gehört, ist auf Baumaschinenhandel und Ladetechnik spezialisiert. Unter anderem hat Kuhn die Generalvertretung für Palfinger-Kräne in mehreren europäischen Ländern und ist der größte private Komatsu-Händler in Europa. Die Kuhn Gruppe mache derzeit einen Umsatz von 586 Mio. Euro, sagte Kuhn. Nach der Finanzkrise seien die Märkte im Bereich Baumaschinen stark eingebrochen, mittlerweile habe sich das Geschäft erholt. Allerdings liege man weit unter dem Niveau früherer Jahre. „Wir haben uns angepasst und machen Gewinne“, sagte Kuhn. „Wir sehen das Geschäft langfristig, das ist der Wert eines Familienunternehmens.“