Europas Leitbörsen am Vormittag etwas leichter

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa zeigten sich am späten Vormittag überwiegend schwächer. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10....

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa zeigten sich am späten Vormittag überwiegend schwächer. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.45 Uhr mit einem Minus von 0,97 Prozent bei 3.141,86 Punkten. Der DAX in Frankfurt notierte mit 9.550,32 Punkten und einem leichten Minus von 0,90 Prozent. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit Abschlägen von 0,71 Prozent auf 6.806,98 Punkten.

Analysten sehen den Wochenauftakt mangels wichtige Konjunkturnachrichten als eher impulslos an. An den Börsen stehen daher neben Erwartungen erneuter geldpolitischer Lockerungen der Europäischen Zentralbank vor allem Übernahmepläne im Fokus. Der US-Telekom-Konzern AT&T will den Satelliten-Fernsehanbieter DirecTV für 48,5 Milliarden Dollar ohne Schulden kaufen und der US-Pharmakonzern Pfizer ist bei AstraZeneca erneut abgeblitzt.

AstraZeneca stürzten um 12,55 Prozent ab. Der britische Konzern wies auch das erneut erhöhte Gebot des amerikanischen Konkurrenten von 69,4 Milliarden Pfund oder 117 Milliarden Dollar (85,2 Mrd. Euro) zurück. Damit sind die Amerikaner gescheitert. Pfizer hatte am Sonntagabend das Angebot erhöht und dabei ein weiteres Gebot genauso ausgeschlossen wie eine feindliche Übernahme.

Die Deutsche Bank hat unterdessen am Wochenende mit einer milliardenschweren Kapitalerhöhung Fakten geschaffen und damit an der Börse erst einmal für Kursverluste gesorgt. Die Bank kündigte die Ausgabe neuer Aktien für acht Milliarden Euro an und hat mit einem Scheich aus dem arabischen Emirat Katar einen neuen Großaktionär gewonnen. Die Ziele für 2015 musste man indes zum Teil deutlich zurücknehmen. Daraufhin verloren die Papiere im frühen Handel 1,66 Prozent.

Der Bieterkampf mit General Electric um die französische Industrieikone Alstom ging ebenfalls weiter. Siemens könnte Insidern zufolge bereits diese Woche ein offizielles Angebot vorlegen. Siemens arbeite intensiv an der Verbesserung seines Offerts, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen Reuters. Im Gespräch ist, dass die Münchner im Tausch für das Energiegeschäft von Alstom ihre Zugsparte abgeben. Alstom-Papiere notierten prozentuell kaum verändert bei plus 0,16 Prozent, Siemens lag bei minus 0,85 Prozent

Ryanair gewannen 5,06 Prozent. Der harte Preiskampf hat Europas größtem Billigflieger im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 erstmals seit fünf Jahren einen Gewinnrückgang eingebrockt. Für die zwölf Monate bis Ende März wies die irische Fluggesellschaft am Montag einen Überschuss von 523 Mio. Euro aus, ein Minus zum Vorjahr von rund 8 Prozent. Das waren zwar 8 Mio. Euro mehr als von Analysten im Schnitt erwartet. Vor einem Jahr hatte Ryanair allerdings noch einen Rekordgewinn von 569 Mio. Euro erzielt.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA163 2014-05-19/11:06