Gesellschaft

Aleviten haben neues Domizil

Von Walter Zwicknagl...

Von Walter Zwicknagl

Jenbach –Um gegenseitiges Kennenlernen ging es der alevitischen Gemeinde Jenbach bei einem Festabend. Und dazu kam auch Ismail Kaplan, der Bildungsbeauftragte der alevitischen Glaubensgemeinschaft Deutschland. „Wir haben einen anderen Wertekodex als die islamische Richtung“, stellte er fest. Mit Liedern untermalte seine Gattin Nur Deniz den niveauvollen Abend. Das Ziel war in erster Linie die Völkerverständigung.

Stolz auf das Domizil in der Innstraße in Jenbach sind Hasam Sahan als Vorsitzender der alevitischen Gemeinde in Jenbach und Architekt Hüseyin Polat. „Aleviten in Tirol haben dafür 100.000 Euro gespendet. In Kürze sind wir im Grundbuch“, verraten die beiden engagierten Aleviten. „Dieser Treffpunkt hat sich gut entwickelt. Da wurde mit großem Engagement an die Sache herangegangen. Ihr seid in Jenbach angekommen“, stellte BM Dietmar Wallner bei seinen Grußworten fest. In einer Trauerminute wurde auch der mehr als 300 Toten beim Grubenunglück in Soma in der Türkei gedacht.

Derzeit zähle die alevitische Glaubengemeinschaft in Österreich rund 60.000 Mitglieder, klärt Ismail Kaplan aus Hamburg auf. Für ihn steht der Mensch im Vordergrund. Und nicht nur einmal erwähnte er die Gleichberechtigung der Frau. Gewalt werde strikt abgelehnt. „Aleviten missionieren nicht“, stellte er fest. Sein Wunsch: Die Kinder sollten möglichst früh in deutscher Sprache den Glauben leben. Und im Zusatz: Jede Religionsgemeinschaft habe ihren eigenen Weg, um zum Ziel zu kommen.

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Angela Dähling

Angela Dähling

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