Reutte

Jeden Tag drei Alarme bewältigt

Die Wehren des Bezirkes Reutte trafen sich am Sonntag zum 115. Bezirks-Feuerwehrtag. Drei Großbrände und technische Einsätze forderten die Florianijünger.

Von Simone Tschol

Höfen –„Retten, löschen, bergen, schützen“ – mit diesen vier Worten lassen sich die Grundaufgaben der Feuerwehr wohl am einfachsten beschreiben.

Während die Wehren einst vorwiegend das Feuer bekämpften, hat sich das Aufgabenfeld massiv erweitert. Heute helfen die Florianijünger bei allen möglichen und unmöglichen Ereignissen.

„Gott sei Dank war 2013 ein Jahr, in dem keine Kameradin und kein Kamerad bei den Übungen oder Einsätzen eine ernsthafte Verletzung davontrug“, schickte Bezirksfeuerwehrinspektor Konrad Müller seinem Bericht beim Bezirksfeuerwehrtag in Höfen voraus.

Für die 41 Feuerwehrmannschaften im Bezirk Reutte – davon 40 freiwillige Einsatztrupps und eine Betriebsfeuerwehr – war das Brandlöschen demnach im Vorjahr nur ein kleiner Teil der Arbeit. Die Bilanz des Jahres 2013 weist 1040 Alarmierungen durch die Landesleitstelle aus. Von den letztlich 817 Einsätzen entfielen „nur“ 73 auf die Brandbekämpfung. Trotzdem waren die Florianijünger dabei ordentlich gefordert. Drei Großbrände – in Hägerau, Vils und Reutte galt es zu bekämpfen. Die Schadenssumme – alleine dieser drei Katastrophen – beläuft sich auf 774.000 Euro.

Den 73 Brandeinsätzen stehen sechsmal so viele Ausrückungen für technische Einsätze – nämlich 439 an der Zahl – gegenüber. Weitere 109 Einsätze machten Öl- und Treibstoffaustritte notwendig. 73 Verkehrsunfälle aufgrund von Wetterereignissen nehmen in der Statistik für 2013 nur einen geringen Platz ein. Lediglich 39-mal mussten die Feuerwehren zu kleineren Überflutungen oder Erdrutschen ausrücken.

Bei den insgesamt 817 Einsätzen waren 6776 Feuerwehrmänner und -frauen mit 1223 Einsatzfahrzeugen im Dienst. Sie legten dabei 7446 Kilometer zurück und leisteten insgesamt 11.430 Einsatzstunden. Der Mannschaftsstand betrug mit Ende Dezember 3017 Personen. 1799 stehen im aktiven Dienst, 1046 sind in Reserve.

Wenig Sorgen bereitet den Außerferner Feuerwehren der Nachwuchs. Immerhin zählt der Bezirk Reutte 21 Jugendfeuerwehren mit 172 Mitgliedern. Wiederum 35 davon sind Mädchen.

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