Bank Austria: 2013 wenig Immo-Geschäft in Bukarest, keines in Sofia

Wien/Bukarest/Sofia (APA) - Die neuen EU-Länder Bulgarien und Rumänien gelten zwar als Boom- und Hoffnungsmarkt, aber zumindest im Immobilie...

Wien/Bukarest/Sofia (APA) - Die neuen EU-Länder Bulgarien und Rumänien gelten zwar als Boom- und Hoffnungsmarkt, aber zumindest im Immobilienbereich herrschte 2013 Flaute. In Rumänien wurden für kommerzielle Immobilien lediglich 229 Mio. Euro ausgegeben, in Bulgarien gar nur 23 Mio. Euro. Es gibt zwar angesichts der Konjunkturprognosen Hoffnung für 2014, aber noch kein großes Kundeninteresse.

„Die Ampel steht nur auf Gelb“, sagten Reinhard Madlencnik, Chef der Bank Austria Real Estate, und Immobilienanalystin Karla Schestauber am Montag in Wien vor Journalisten. Die Bank Austria selber sagt Rumänien zwei Prozent und Bulgarien 1,5 Prozent Wachstum voraus, die EBRD sogar 2,6 Prozent bzw. 1,9 Prozent. Auch die möglichen Renditen sind noch hoch. Dem steht aber auch ein entsprechendes Risiko gegenüber, räumen die beiden Experten ein.

2013 lief das Geschäft in diesen beiden Ländern auch für Bank Austria Real Estate schleppend: Das Neugeschäft in Rumänien machte nur 20 Mio. Euro aus - bei einem Gesamtvolumen von 2,1 Mrd. Euro, davon 500 Mio. in CEE. Aber immerhin sind hier 100 Mio. Euro in der Pipeline. In Bulgarien gab es hingegen im Vorjahr nichts zu holen, und auch heuer wartet man noch auf Interessenten. Bei 30 Prozent Leerstand und Mieten von sieben bis acht Euro pro Quadratmeter ist der Markt auch weiter schwierig. Außerdem kommen heuer noch einige Büroflächen dazu.

Die Lehman-Krise hat 2008 diese Immobilienmärkte hart getroffen, bis dahin „hat man ziemlich übertrieben“, so Madlencnik. Auch jetzt werde man spekulativ nicht viel bauen können, aber für interessierte Investoren sei doch ein gutes Geschäft zu machen. Aber sowohl Rumänien als auch noch stärker Bulgarien sind Märkte, die spät anlaufen und dann rasch überhitzen.

Für die Bank Austria Real Estate ist Warschau weiter unumstritten die Nummer eins in CEE. „In Warschau wird alles gekauft, egal um welchen Preis“, so Madlencnik. Dahinter folgen Prag und Budapest. Der dritte Platz für Budapest entsteht aber vor allem dadurch, dass die anderen Märkte sehr schwach sind.

Insgesamt peilt die Bank Austria Real Estate heuer ein Neugeschäft von 2,5 Mrd. Euro an, um 17 Prozent mehr als 2013.