Norwegen spendet vor Südsudan-Hilfskonferenz 46 Millionen Euro

Oslo/New York (APA/AFP) - Vor der für Dienstag in Oslo anberaumten UN-Konferenz für Südsudan hat die norwegische Regierung eine Finanzhilfe ...

Oslo/New York (APA/AFP) - Vor der für Dienstag in Oslo anberaumten UN-Konferenz für Südsudan hat die norwegische Regierung eine Finanzhilfe von 63 Millionen Dollar (rund 46 Mio. Euro) zugesagt. „Wir befürchten, dass sich die Krise in den kommenden Monaten erheblich verschärft“, erklärte Außenminister Boerge Brende am Montag. Die dänische Regierung hatte am Sonntag eine Spende von zehn Millionen Dollar angekündigt.

Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF sieht rund 50.000 Kinder im Südsudan vom Hungertod bedroht. Die heraufziehende Hungersnot ist durch die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Aufständischen mitverursacht, bei denen in den vergangenen Monaten mehrere tausend Menschen im Südsudan getötet wurden. 1,2 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Laut UNICEF werden schätzungsweise 9.000 Minderjährige von den Konfliktparteien als Kindersoldaten missbraucht.

Die UNO erhöhte in der vergangenen Woche ihre Schätzung für den Hilfsbedarf auf 1,8 Milliarden Euro. Nur 536 Millionen Euro wurden bisher zugesagt. Der Südsudan hatte erst Mitte 2011 nach einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg seine Unabhängigkeit vom Sudan erlangt.

~ WEB www.unicef.org ~ APA238 2014-05-19/12:05