Gleichbehandlung: Kritik an ÖVP-Frauen wegen „levelling up“-Ablehnung

Wien (APA) - Grüne und die Homosexuellen Initiative (HOSI) haben am Montag die ÖVP-Frauen kritisiert, da sie sich weiterhin gegen das sogena...

Wien (APA) - Grüne und die Homosexuellen Initiative (HOSI) haben am Montag die ÖVP-Frauen kritisiert, da sie sich weiterhin gegen das sogenannte „levelling up“ im Gleichbehandlungsgesetz stellen. Die ÖVP würde dadurch jene unterstützen, die andere diskriminieren, erklärte Sozialsprecherin Judith Schwentner in einer Aussendung.

„Es gibt keine Rechtfertigung für die Diskriminierung von Lesben und Schwulen, Gläubigen oder AtheistInnen, jungen oder alten Menschen. Alle von Diskriminierung betroffenen Menschen brauchen den gleichen Schutz“, forderte Schwentner.

HOSI zeigte sich über Aussagen von ÖVP-Frauenchefin Dorothea Schittenhelm, die gegen das „levelling up“ ist, empört. Die Initiative appelliert, der Partei bei der EU-Wahl eine Absage zu erteilen.

Mit dem „levelling up“ würde gesetzlich verankert, dass etwa künftig niemandem eine bestimmte Wohnung verwehrt werden darf, weil etwa der Vermieter keine alten Menschen oder Homosexuellen im Haus haben will. Die SPÖ wollte die durch den Songcontestsieg von Conchita Wurst losgetretene Diskussion um die Rechte der Homosexuellen nutzen und den mittlerweile dritten Anlauf starten. Die ÖVP-Frauen sind allerdings gegen eine „Anlassgesetzgebung“.