Wiener Börse (Mittag) - ATX dreht zu Mittag ins Minus

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat heute, Montag, nach anfänglichen Gewinnen bis Mittag leicht ins Minus gedreht. Der ATX wurde um 12.00 Uhr ...

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat heute, Montag, nach anfänglichen Gewinnen bis Mittag leicht ins Minus gedreht. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2.395,93 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 1,52 Punkten bzw. 0,06 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,68 Prozent, FTSE/London -0,63 Prozent und CAC-40/Paris -0,68 Prozent.

Während sich die übrigen europäischen Handelsplätze mehrheitlich vom Start weg schwächer zeigten, befestigte sich der ATX im Eröffnungshandel noch klar. Mit der Eintrübung des internationalen Sentiments baute der ATX jedoch seine Frühhandelsgewinne wieder ab und drehte ins Minus. Belastet wurde der Handel laut Marktteilnehmern europaweit von einer angekündigten Kapitalerhöhung der Deutschen Bank. Deutschlands größtes Geldhaus hatte einen solchen Schritt zuvor immer wieder dementiert, nun will es sich rund acht Milliarden Euro besorgen. Zudem schraubte die Deutsche Bank ihre Ziele für 2015 zurück. Infolge zeigte sich der Banksektor an Europas Börsen tiefrot. Während in Wien Erste Group mit minus 1,20 Prozent diesem Trend folgten, widersetzten sich Raiffeisen und legten um 0,56 Prozent zu.

Für Gesprächsstoff an den Aktienmärkten rund um den Globus sorgen zudem Fusionspläne quer durch alle Branchen. Während der britische Pharmakonzern AstraZeneca sich vor den Offerten des US-Kollegen Pfizer weiterhin ziert und das auf knapp 117 Mrd. Dollar erhöhte Angebot erneut zurückwies, darf der US-Mobilfunker AT&T nun für knapp 50 Mrd. Dollar den Pay-TV-Sender DirecTV übernehmen. Um sich die Zustimmung der Kartellbehörden zu sichern, kündigte AT&T den Verkauf seiner knapp achtprozentigen Beteiligung an America Movil, der neuen Kernaktionärin der Telekom Austria, an.

An der Wiener Börse legt die Berichtssaison zum Wochenbeginn eine Pause ein. Am morgigen Dienstag stehen dann Zahlen zum Auftaktquartal des Wiener Flughafens und des Kautschuk- und Gummikonzerns Semperit an. Während die Aktien des Flughafen Wien im Vorfeld dessen klar schwächer mit minus 1,26 Prozent bei 65,80 Euro notierten, tendierten Semperit knapp behauptet mit minus 0,13 Prozent bei 37,80 Euro.

Entgegen der schwachen internationalen Tendenz der Öl- und Gaswerte fuhren SBO ein klares Plus von 1,72 Prozent auf 87,01 Euro ein. Noch fester zeigten sich Valneva, die mit plus 4,60 Prozent auf 5,96 Euro an der Spitze des prime market rangierten. Das größte Minus handelten sich hingegen Zumtobel ein, die sich um 3,66 Prozent auf 14,88 Euro verbilligten. Auch Vienna Insurance (minus 1,01 Prozent) und Conwert (minus 1,76 Prozent) schwächelten.

Der Schlacke-Rechtsstreit zwischen Umweltdachverband (UWD) und voestalpine ist beigelegt. Die 5 Mio. Euro schwere Klage gegen den UWD und den Ehrenpräsidenten Gerhard Heilingbrunner ist vom Tisch, teilte der Verband „erleichtert“ mit und bezog sich auf ein Schreiben des Stahlkonzerns an das Handelsgericht Wien vom Freitag. Der Verband bekämpfte die Verwendung von Schlacken im Straßenbau. voestalpine legten um 0,67 Prozent zu.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen 9.21 Uhr bei 2.420,32 Punkten, das Tagestief lag gegen 11.55 Uhr bei 2.393,35 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,06 Prozent tiefer bei 1.197,63 Punkten. Im prime market zeigten sich 16 Titel mit höheren Kursen, 19 mit tieferen und keiner unverändert. In drei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 1.500.985 (Vortag: 1.932.874) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 43,342 (70,27) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher OMV mit 115.094 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 7,05 Mio. Euro entspricht.

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