Gesellschaft

Jugendliche wollen in der Stadtpolitik mitmischen

Eine Jugendbeteiligung hat die Stadt Innsbruck ausgerufen, um zu erfahren, was sich die jungen Bürger für ihren Lebensraum wünschen.

Von Denise Daum

Innsbruck –„Was braucht es, um Innsbruck noch lebenswerter für Jugendliche zu machen?“ Um eine Antwort auf diese Frage zu erhalten, hat die Stadt Innsbruck im März per Zufallsprinzip 500 Innsbrucker zwischen 12 und 18 Jahren angeschrieben und eingeladen, sich an dem Projekt „MyInnsbruck-Jugendrat“ zu beteiligen. „Nach den ersten Treffen mit Interessierten im Jugendzentrum Tivoli hat sich eine Kerngruppe von rund zehn Jugendlichen gebildet, mit denen ich über ihre Ideen für Innsbruck gesprochen habe“, erzählt Projektleiterin Susanne Meier vom Kinder- und Jugendbüro Innsbruck.

„Die Chance mitzureden, bekommt man nicht oft. Die wollte ich nutzen“, sagt die 13-jährige Isabelle, die gemeinsam mit dem gleichaltrigen Tobias das Sprachrohr des Jugendrats bildet. Von den bisherigen Treffen zeigen sich beide begeistert. „Es war wirklich spannend, jeder hat seine Meinung gesagt und Wünsche geäußert“, berichtet Tobias. So vielfältig die Vorschläge auch waren, haben sich doch zentrale Themen herauskristallisiert, wie Meier sagt. „Neben mehr Park- und Freiflächen, jugendrelevanten Veranstaltungen und einen eigenen Volleyballplatz wünschen sich die Jugendlichen, dass das Stadtbild grüner und bunter wird.“ Auch der Umweltschutz sei ein relevantes Thema. Erste Ideen und Ziele hat der Jugendrat gestern Abend mit einem Improvisationstheater und einer selbstgestalteten Powerpoint-Präsentation im Plenarsaal dargelegt.

Der für Kinder- und Jugendförderung zuständige Vizebürgermeister Christoph Kaufmann möchte „den Jugendrat ins politische System integrieren“. Er zeigt sich überrascht von den vielfältigen Ideen der Jugendlichen und zollte der Gruppe Respekt für ihr Engagement.

Tobias wünscht sich übrigens vor allem mehr jugendgerechte Festivals in Tirols Landeshauptstadt. Und Conchita Wurst. „Die finde ich richtig cool, die will ich in Innsbruck haben“, sagt der Gymnasiast. Mit diesem Wunsch wird er bei Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer offene Türen einrennen.

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