Song Contest 2015: Wien laut Umfrage präferierter Austragungsort

Wien (APA) - In den Nachwehen von Conchita Wursts Sieg beim Eurovision Song Contest erblicken nun zahlreiche Umfragen das Licht der Welt. La...

Wien (APA) - In den Nachwehen von Conchita Wursts Sieg beim Eurovision Song Contest erblicken nun zahlreiche Umfragen das Licht der Welt. Laut einer Befragung des Marktforschungsunternehmens Marketagent.com etwa spricht sich die Mehrheit für Wien als ESC-Standort 2015 aus - und für Mirjam Weichselbraun als Moderatorin. Und laut einer „Profil“-Umfrage kann die Mehrheit mit Wurst als Nachbarin gut leben.

Gut zwei Drittel (69,2 Prozent) der von Marketagent.com online befragten 465 Personen freut sich demnach, dass Conchita Wurst für Österreich den ESC gewonnen hat - allerdings 78,4 Prozent der Frauen und „lediglich“ 59,8 Prozent der Männer. Die Quote der Totalablehner ist bei Männern fast drei Mal so hoch wie bei Frauen.

Als präferierten Austragungsort nennen 37 Prozent die Wiener Stadthalle. Auf den Plätzen folgen die Messe Wien (7,3 Prozent), das Austria Center Vienna (6,9 Prozent) und das Happel-Stadion (5,8 Prozent). Mirjam Weichselbraun (32,3 Prozent), Andi Knoll (22,2 Prozent) und Conchita Wurst (20,6 Prozent) bilden das Trio der gewünschten Moderatoren. Peter Rapp wird immerhin noch von 10,5 Prozent genannt, und Ex-ESC-Teilnehmer Alf Poier, der im Vorfeld mit Ausfällen gegen Conchita Wurst auffällig geworden war, wird von 3,9 Prozent als idealer Moderator des Abends gesehen.

Andere Ideen für die Moderation hat hingegen eine Fangruppe, die auf Facebook für die Moderation der beiden FM4-Kultkommentierer des ESC, Stermann und Grissemann, wirbt. Innerhalb einer Woche fanden sich immerhin 5.300 Unterstützer des offenen Appells an ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz (http://go.apa.at/w8Z38QKj).

Das Nachrichtenmagazin „Profil“ hat indes für seine aktuelle Ausgabe Unique research mit der Befragung von 500 Personen zur gesellschaftlichen Akzeptanz von Menschen mit unkonventionellem Geschlechtsverständnis beauftragt. Demnach hätten 71 Prozent der Befragten kein Problem mit Frau Wurst als Nachbarin, und 65 Prozent würden mit ihr auch etwas trinken gehen.

Dass durch Wursts Erfolg das Ansehen Österreichs in der Welt stark verbessert wird, glauben hingegen nur 41 Prozent, während auch nur 46 Prozent davon ausgehen, dass sich dadurch die Einstellung der Österreicher gegenüber Homosexuellen und Transvestiten zum Positiven ändern wird. Und schließlich sind nur 42 Prozent der Meinung, dass homosexuelle Menschen Kinder adoptieren dürfen sollten.

~ WEB http://orf.at ~ APA267 2014-05-19/12:31