LA: IAAF-Vize Coe will Hintergründe über verkürzte Gay-Sperre wissen

London (APA/Reuters) - Der Internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) will wissen, worin die „signifikante Mithilfe“ von Ex-Sprintweltmeis...

London (APA/Reuters) - Der Internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) will wissen, worin die „signifikante Mithilfe“ von Ex-Sprintweltmeister Tyson Gay bestanden hat, die zur deutlichen Verkürzung seiner Dopingsperre geführt hat. Gay war für einen positiven Dopingtest auf ein Anabolikum im Vorjahr rückwirkend lediglich für ein Jahr gesperrt worden. Er darf ab 23. Juni schon wieder starten.

Die US-Anti-Doping-Agentur (USA) begründete das geringe Strafausmaß für den zweitschnellsten 100-m-Sprinter der Geschichte (9,69) Anfang des Monats mit der Unterstützung von Gay zur Klärung der Hintergründe seines Vergehens. Der Verweis darauf reicht IAAF-Vizepräsident Sebastian Coe aber nicht aus. „Wir müssen wissen, was ‚signifikante Mithilfe‘ bedeutet. Und es liegt an unseren Anti-Doping-Teams, zu entscheiden, ob die Sanktion angemessen ist“, so Coe. Zuallererst müsse der Weltverband erst einmal Einsicht in die Akten bekommen, ergänzte Coe.

Außerdem gab er zu bedenken, dass es besser wäre, wenn Athleten schon vor positiven Tests ihre Mitarbeit zum Aufspüren von Hintermännern anbieten und nicht erst, nachdem sie erwischt wurden.