Singspiel statt Kinderoper: Pippi Langstrumpf erobert St. Margarethen

St. Margarethen (APA) - Singspiel statt Kinderoper - so lautet das Motto der Opernfestspiele St. Margarethen für die jungen Besucher im heur...

St. Margarethen (APA) - Singspiel statt Kinderoper - so lautet das Motto der Opernfestspiele St. Margarethen für die jungen Besucher im heurigen Sommer: Pippi Langstrumpf wirbelt ab dem 14. Juni durch „Papagenos Opernwelt“. Das Singspiel für Kinder, das im Vorjahr knapp 20.000 Besucher anlockte, wird heuer wieder aufgenommen. „Die wunderbare Welt der Pippi Langstrumpf“ wird bis 29. Juni zehnmal aufgeführt.

Nachdem bisher immer Kinderopern gespielt wurden, sei ein Genrewechsel ein gewisses Wagnis gewesen, das jedoch gut angekommen sei, so Nicole Stark von den Opernfestspielen St. Margarethen vor Journalisten in Eisenstadt. „Wir bauen heuer wieder unser Pippi Langstrumpf-Dorf mit einem riesigen Leuchtturm, wo dann der Vater mit seinem Piratenschiff ankommt“, schilderte Regisseur und Bühnenbildner Manfred Waba. Auch eine große „Villa Kunterbunt“, wo Pippi auf dem Dach herumturnen kann, gehört zum Bühnenszenario.

„Es ist eine sehr actionreiche, sehr auf Kinder bezogene, fast Slapstick-Inszenierung, fast komikhaft, wo man vielleicht gerade dadurch die Kinder anspricht“, sagte Waba. Die Produktion sei eigentlich in einer Dimension, in der man normalerweise Kinderproduktionen nicht machen könne, weil durch die Eintrittspreise ein wirklicher Profit nicht möglich sei: „Das ist wirklich als Kulturauftrag zu sehen, den die Opernfestspiele hier erfüllen.“ Hauptsponsor ist die Energie Burgenland. Gerade Projekte für Kinder wären ohne finanzielle Unterstützung nicht durchzuführen, erklärte Stark.

Über die Zukunft der Opernfestspiele im Römersteinbruch ab 2015 gibt es Unstimmigkeiten zwischen dem Hausherrn Esterhazy Betriebe und den Opernfestspielen mit Intendant Wolfgang Werner. Esterhazy hatte im April mitgeteilt, dass kommendes Jahr ein neuer Veranstalter im Steinbruch Puccinis „Tosca“ auf die Bühne bringen soll. Werner wiederum pochte auf seinen bis September 2016 laufenden Vertrag und kündigte an, 2015 den Troubadour zu produzieren. Inzwischen seien Gespräche aufgenommen worden, ein Ergebnis gebe es noch nicht, hieß es dazu am Montag von den Opernfestspielen.