Hochwasser - EU verstärkt Katastrophenhilfe für Flutopfer

Brüssel (APA/dpa) - Die Europäische Union hat ihre Hilfe für die Opfer der Flutkatastrophe in Serbien und Bosnien-Herzegowina verstärkt. Die...

Brüssel (APA/dpa) - Die Europäische Union hat ihre Hilfe für die Opfer der Flutkatastrophe in Serbien und Bosnien-Herzegowina verstärkt. Die zuständige EU-Kommissarin Kristalina Georgiewa sagte am Montag in Brüssel, die Hilfe gehe mittlerweile über das hinaus, was ursprünglich von den beiden Ländern erbeten wurde.

Derzeit hätten 14 Staaten Hilfe eingeleitet, etwa 450 Helfer aus den EU-Ländern seien bereits an Ort und Stelle. „Es ist schnell klar geworden, dass der Bedarf so riesig ist, dass wir die Hilfe aufstocken mussten“, sagte sie.

Derzeit leiste die EU vor allem akute Nothilfe, doch werde es in Zukunft auch um den Wiederaufbau in den beiden Balkanstaaten gehen. Der Einsatz in Bosnien-Herzegowina sei „sehr komplex“: Dies liege nicht nur an der Teilung des Landes in verschiedene ethnische Gruppen, sondern auch daran, dass die Schäden zum Teil in Gebieten entstanden seien, die bisher noch nicht von Landminen freigeräumt worden seien.

Serbien, das ein potenzielles EU-Beitrittsland ist, könne Geld aus dem europäischen Solidaritätsfonds beantragen, falls die Schäden höher als 0,64 Prozent des Bruttoinlandsprodukts seien. Für Bosnien-Herzegowina würden andere Möglichkeiten der Finanzhilfe geprüft.