Cannes

Filmstars unterstützen Kampagne für entführte Mädchen in Nigeria

Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger beteiligen sich ebenso an der Kampagne wie Harrison Ford und Mel Gibson.

Cannes – Beim Filmfest von Cannes haben sich mehrere Filmstars für die Freilassung der über 200 in Nigeria verschleppten Schulmädchen eingesetzt: Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger, Harrison Ford, Antonio Banderas, Mel Gibson und Wesley Snipes unterstützten demonstrativ am Sonntagabend die internationale Kampagne für die Schülerinnen, die von der islamistischen Gruppe Boko Haram entführt wurden.

Die Darsteller des Films „The Expendables 3“ hielten Schilder in die Kameras, auf denen der Slogan der Kampagne „#BringBackOurGirls“ zu lesen war.

Zuvor hatten am Samstagabend in Cannes bereits die mexikanische Schauspielerin Salma Hayek und ihre französische Kollegin Julie Gayet die Freilassung der Mädchen gefordert. In Cannes unterstützten sie damit als erste Prominente die weltweite Kampagne für die Mädchen.

Die radikalislamische Gruppierung Boko Haram hatte Mitte April eine Schule in der Stadt Chibok im nordostnigerianischen Bundesstaat Borno überfallen und 276 Schülerinnen verschleppt. Mehrere Mädchen konnten sich befreien, noch immer werden aber 223 von ihnen an einem unbekannten Ort festgehalten.

Boko Haram kämpft für einen islamistischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit dem Jahr 2009 verübt die Gruppe immer wieder Anschläge auf Polizei, Armee und Behörden, aber auch auf Kirchen und Schulen. Allein im laufenden Jahr wurden fast 2000 Menschen bei Angriffen der Gruppe getötet. (APA/AFP)

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