Europas Leitbörsen zu Mittag überwiegend schwächer

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Montag am frühen Nachmittag überwiegend schwächer tendiert. Der 50 führende...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Montag am frühen Nachmittag überwiegend schwächer tendiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor 4,96 Einheiten oder 0,16 Prozent auf 3.167,76 Punkte.

Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.50 Uhr mit 9.610,02 Punkten und einem Minus von 26,88 Einheiten oder 0,28 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London verlor 16,63 Zähler oder 0,24 Prozent und steht nun bei 6.839,18 Stellen.

Analysten sehen den Wochenauftakt mangels wichtiger Konjunkturnachrichten als eher impulslos an. Stattdessen lag der Fokus auf Unternehmensübernahmen. Die Anleger zeigten sich außerdem unentschlossen, ob eine weitere expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank wirklich förderlich für die wirtschaftliche Entwicklung in Europa sei, hieß es aus dem Handel. Somit sei die Unsicherheit zurück und den Märkten.

Aktien von AstraZeneca mussten einen Kurssturz von 11,07 Prozent hinnehmen, nachdem auch das auf über 117 Mrd. Dollar (85,4 Mrd. Euro) aufgestockte Angebot des US-Rivalen Pfizer abgelehnt wurde. Die Amerikaner betonten, es werde kein weiteres Offert geben. Auch eine feindliche Übernahme wurde ausgeschlossen.

Branchenseitig musste der Banksektor die größten Verluste hinnehmen. Für trübe Stimmung sorgte eine Milliarden-Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bank, deren Titel zu Mittag mit minus 2,23 Prozent am Ende des Euro-Stoxx-50 notierten. Mit der Ausgabe von neuen Aktien für rund acht Milliarden Euro will sie immer wieder aufkommende Zweifel an ihrer Finanzkraft endgültig beiseite wischen. Gleichzeitig senkte die Bank ihre Ziele für 2015 zum Teil deutlich. Branchenkolleginnen wie die Societe Generale und die Unicredit standen ebenfalls am unteren Ende des Index mit minus 2,12 Prozent beziehungsweise minus 1,88 Prozent.

Papiere von Ryanair notierten unterdessen mit plus 9,61 Prozent. Der harte Preiskampf hat Europas größtem Billigflieger im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 zwar erstmals seit fünf Jahren einen Gewinnrückgang eingebrockt. Für die zwölf Monate bis Ende März wies die irische Fluggesellschaft am Montag aber einen Überschuss von 523 Mio. Euro aus, das waren 8 Mio. Euro mehr als von Analysten im Schnitt erwartet. Insgesamt war es allerdings ein Rückgang von acht Prozent zum Vorjahr, in dem ein Rekordgewinn von 569 Mio. Euro erzielt wurde.

Der Bieterkampf mit General Electric um die französische Industrieikone Alstom ging ebenfalls weiter. Siemens könnte Insidern zufolge bereits diese Woche ein offizielles Angebot vorlegen. Siemens arbeite intensiv an der Verbesserung seines Offerts, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen Reuters. Im Gespräch ist, dass die Münchner im Tausch für das Energiegeschäft von Alstom ihre Zugsparte abgeben. Alstom-Papiere notierten bei plus 2,81 Prozent, Siemens lag prozentuell kaum verändert bei minus 0,48 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA339 2014-05-19/13:55