Wiener Börse (Nachmittag) - ATX nachmittags im Plus

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am frühen Montagnachmittag bei schwachem Volumen wieder ins Plus gedreht. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2...

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am frühen Montagnachmittag bei schwachem Volumen wieder ins Plus gedreht. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.411,25 Punkten errechnet, das ist ein Plus von 13,8 Punkten bzw. 0,58 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt +0,09 Prozent, FTSE/London -0,22 Prozent und CAC-40/Paris +0,27 Prozent.

Nachdem der ATX im Gegensatz zum Großteil der übrigen europäischen Aktienindizes klar im Plus gestartet war, tauchte er zu Mittag kurz in die Verlustzone. Bis zum frühen Nachmittag setzte er sich jedoch wieder in der Gewinnzone fest. Zwischenzeitlich belastet wurden Europas Aktienmärkte von einer angekündigten Kapitalerhöhung der Deutschen Bank. Deutschlands größtes Geldhaus hatte einen solchen Schritt zuvor immer wieder dementiert, nun will es sich rund acht Milliarden Euro besorgen. Zudem schraubte die Deutsche Bank ihre Ziele für 2015 zurück. Infolge zeigte sich der Banksektor an Europas Börsen tiefrot. Während in Wien die Titel der Erste Group mit minus 0,45 Prozent dem Trend folgten, widersetzten sich Raiffeisen und legten um 1,14 Prozent zu.

An der Wiener Börse legt die Berichtssaison zum Wochenbeginn eine Pause ein. Am morgigen Dienstag stehen dann Zahlen zum Auftaktquartal des Wiener Flughafens und des Kautschuk- und Gummikonzerns Semperit an. Während die Aktien des Flughafen Wien im Vorfeld dessen mit minus 1,10 Prozent bei 65,91 Euro zu den größten Verlierern im prime market zählten, tendierten Semperit etwas höher mit plus 0,40 Prozent bei 38,00 Euro.

voestalpine stiegen um 1,17 Prozent auf 33,35 Euro. Der Schlacke-Rechtsstreit zwischen dem Linzer Stahlkonzern und dem Umweltdachverband (UWD) ist beigelegt. Die 5 Mio. Euro schwere Klage gegen den UWD und den Ehrenpräsidenten Gerhard Heilingbrunner ist vom Tisch, teilte der UWD „erleichtert“ mit und bezog sich auf ein Schreiben der voestalpine an das Handelsgericht Wien vom Freitag. Der UWD bekämpfte die Verwendung von Schlacken im Straßenbau.

Stärkster Wert im prime market waren Valneva mit plus 5,25 Prozent auf 6,00 Euro. Das Biotech-Unternehmen hat einen Impfstoff gegen das Moschusentenparvovirus entwickelt. Damit kann eine Infektionskrankheit, die für ein bis drei Wochen alte Küken häufig tödlich endet, bekämpft werden. Valneva gab am Berichtstag die europäische Marktzulassung bekannt.

Zahlreiche Schwergewichte lagen an der Wiener Börse zudem in der Gewinnzone, darunter Immofinanz (plus 1,60 Prozent), Andritz (plus 1,51 Prozent) und Wienerberger (plus 3,35 Prozent). Das größte Minus handelten sich hingegen die Aktien des Vorarlberger Leuchtenherstellers Zumtobel ein, sie fielen um 2,82 Prozent auf 15,01 Euro.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen 9.21 Uhr bei 2.420,32 Punkten, das Tagestief lag gegen 11.55 Uhr bei 2.393,35 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Plus von 0,53 Prozent bei 1.204,68 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 19 Titel mit höheren Kursen, 16 mit tieferen und keiner unverändert. In drei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 2.124.059 (Vortag: 3.381.335) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 60,314 (113,59) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 217.404 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 9,74 Mio. Euro entspricht.

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