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Preisschub: A1-Kunden wandern ab

Mobilfunker A1 kann die große Zahl der Rufnummernmitnahmen wegen zahlreicher Abmeldungen nicht mehr bewältigen.

Wien –Der österreichische Mobilfunk-Marktführer A1 ist wegen wiederholter Tariferhöhungen in den vergangenen Monaten mit zahlreichen Abwanderungen konfrontiert. Laut dem Unternehmen nutzen aktuell besonders viele Kunden die Möglichkeit, über ein Sonderkündigungsrecht aus bestehenden Verträgen auszusteigen. Von einer Kündigungswelle will man beim Branchenprimus jedoch nichts wissen. Dennoch scheint man mit der großen Anzahl an Rufnummernmitnahmen derzeit überfordert zu sein. Diese haben am Montag zu technischen Problemen geführt. „Wir arbeiten mit Hochdruck an der Behebung der technischen Probleme“, so A1-Sprecherin Livia Dandrea-Böhm. Das Unternehmen werde jedoch nicht alle Nummern zum Kündigungstermin portieren können, ergänzt Böhm.

Gestern wurde bei zahlreichen A1-Verträgen das monatliche Grundentgelt höher. Außerdem müssen künftig alle A1-Kunden die jährliche SIM-Pauschale von 19,90 Euro berappen. Bisher bezahlt rund ein Drittel der Kunden noch keine SIM-Pauschale.

Die angekündigten Änderungen sind nicht die ersten Tariferhöhungen des Branchenprimus im laufenden Jahr. Schon am 1. Mai wurde die Festnetztelefonie teurer. Am Jahresanfang wurden zudem die Tarife der Diskont-Töchter Yesss! und bob erhöht und im Februar wurde das Aktivierungsentgelt von 49,90 Euro auf 69,90 angehoben.

Doch nicht nur der Marktführer, auch der Mitbewerb hat laut der Regulierungsbehörde RTR zuletzt die Tarife angehoben. Im Zeitraum von September 2013 bis Dezember 2013 sind die Tarife der High- und Power-User um 10 Prozent gestiegen, jene von Low-Usern um 9,1 Prozent und Medium-User bezahlen um 6,6 Prozent mehr. (APA)

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