Verbund-Kraftwerke - Gewerkschaft sorgt sich um Versorgungssicherheit

Wien (APA) - Die Gewerkschaft hat wegen der Verbund-Kraftwerksschließungen Bedenken bezüglich Versorgungssicherheit. Gefordert wird von der ...

Wien (APA) - Die Gewerkschaft hat wegen der Verbund-Kraftwerksschließungen Bedenken bezüglich Versorgungssicherheit. Gefordert wird von der GPA-djp eine Energiestrategie. Der Verbund hatte Mitte vergangener Woche bekanntgegeben, das Steinkohle-Kraftwerk Dürnrohr (Niederösterreich) und das ölbefeuerte Heizkraftwerk Neudorf/Werndorf II (Steiermark) endgültig zu schließen.

Vorübergehend eingemottet werden außerdem das Gaskraftwerk Mellach (Steiermark) sowie zwei Gaskraftwerke in Frankreich.

Die Schließung von Verbund-Kraftwerken „kann zu ernsten Problemen bei der Versorgungssicherheit in Österreich führen, da diese als Reserve für die Sicherstellung der Stromnetzstabilität von großer Bedeutung sind“, so der Vorsitzende des Wirtschaftsbereichs Energie in der Gewerkschaft GPA-djp, Johann Hubmann, heute in einer Aussendung. Durch die dadurch notwendige Steigerung von Stromimporten fließe zudem massiv Wertschöpfung in andere Länder ab und Österreich mache sich abhängiger. Der Verbund sei ebenso wie andere Unternehmen im öffentlichen Eigentum an seine Verantwortung für die Versorgungssicherheit im Land zu erinnern.

Der Verbund-Konzernbetriebsrat fordert laut heutiger Aussendung eine umfassende Information der Beschäftigten. Der bestehende Sozialplan solle angesichts der Vorhaben neu adaptiert und betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden.

~ ISIN AT0000746409 WEB http://www.verbund.com ~ APA398 2014-05-19/15:02