Hochwasser - ÖRK-Helfer: „Absoluter Ausnahmezustand“

Wien (APA) - Der Einsatz österreichischer Hilfsorganisationen in Bosnien-Herzegowina und Serbien hat am Montag ein immer größeres Ausmaß ang...

Wien (APA) - Der Einsatz österreichischer Hilfsorganisationen in Bosnien-Herzegowina und Serbien hat am Montag ein immer größeres Ausmaß angenommen. Das Rote Kreuz unterstützte gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband Salzburg die Auspumparbeiten in dem von der Save überfluteten Ort Sabac. „Es herrscht absoluter Ausnahmezustand, es ist ein gewaltiges Hochwasser“, so Katastrophenhelfer Stefan Soucek zur APA.

Die Bevölkerung von Sabac in Serbien versuchte verzweifelt, mit Sandsäcken weitere Überschwemmungen zu vermeiden. In Teilen des Ortes ist das Wasser jedoch bereits in den ersten Stock der Häuser vergedrungen. Feuerwehr und Rotes Kreuz sind mit sechs Booten und drei Hochdruckpumpen an Ort und Stelle, um das Wasser aus Kellern und Wohnräumen zu bekommen. „Im Moment läuft alles“, sagte Soucek. Von einer Entspannung könne aber keine Rede sein.

Auch die Hilfslieferungen sind angelaufen. Beim Samariterbund Wien sind am Wochenende über 250 Tonnen an Gütern wie Lebensmittel, Hygieneartikel und Babywindeln gesammelt worden, der Samariterbund Tirol steuerte 24 Tonnen bei. „Heute, Montag, werden bereits die ersten Güter in die Katastrophengebiete gebracht“, hieß es in einer Aussendung.

Das Österreichische Bundesheer hilft ebenfalls in den Krisenregionen. Rund 40 Soldaten unterstützen im Rahmen ihres Auslandseinsatzes die zivilen Behörden aus Bosnien und Herzegowina. Seit Freitag sind vier Bundesheer-Hubschrauber unterwegs, um die Bevölkerung aus den betroffenen Gebieten zu retten. Am Wochenende evakuierten drei Bundesheer-Hubschrauber vom Typ „Alouette“ III und ein „Black Hawk“ über 800 Personen. Auch Notfallkrankentransporte wurden mithilfe der Bundesheer-Hubschrauber geflogen. Patienten konnten bereits an Bord erstversorgt werden. Darüber hinaus wurden sechs Tonnen Hilfsgüter transportiert.

Am Montag waren zwei Hubschrauber im Einsatz. Sie flogen lokale Ärzte aus dem Krankenhaus Senica in die Krisengebiete.