EU-Wahl - Rupprechter: Karas gewinnt, FPÖ-Kommissar ausgeschlossen

Brüssel (APA) - Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) ist überzeugt, dass bei den Europawahlen in Österreich der ÖVP-Spitzenkandid...

Brüssel (APA) - Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) ist überzeugt, dass bei den Europawahlen in Österreich der ÖVP-Spitzenkandidat Othmar Karas als Erster ins Ziel kommen und auf EU-Ebene der Konservative Jean-Claude Juncker neuer Kommissionspräsident wird. Am Rande des Agrarrats in Brüssel wollte sich am Montag Rupprechter zu einem roten Kommissar im Fall eines SPÖ-Wahlsiegs nicht äußern.

Dies sei eine „hypothetische Frage“, meinte er. Einen Kommissar aus den Reihen der FPÖ schloss er aus. „Wenn die Freiheitlichen Erste werden würden, werde ich auf jeden Fall als Regierungsmitglied dagegen sein.“ Jedenfalls dürfe die „Parteipolitik nicht die bestimmende Größe sein“. Es gehe darum, „wie wir bestmöglich die Interessen in Kommission, EU-Parlament und Rat zum Ausdruck bringen“, betonte Rupprechter.

Neuerlich forderte der Minister für den nächsten österreichischen Kommissar den Posten eines Vizepräsidenten ein. Außerdem müsse er ein wichtiges Dossier übernehmen, um Europa mitgestalten zu können. „Wir sind die gestaltende proaktive Kraft in Europa“, die es weiter zu stärken gelte, betrieb Rupprechter auch in Brüssel Wahlwerbung für seine Partei. Es sei „wichtig, dass im EU-Parlament die Stimmen nicht verschenkt werden, mit Unterstützung von Fraktionen, die entweder gegen Europa sind oder keine Ahnung von Europa haben wie die NEOS-liberale Fraktion“.

Lob gab es von Rupprechter für EU-Regionalkommissar Johannes Hahn (ÖVP). Ohne Hahn namentlich zu nennen, attestierte er dem Kommissar eine „hervorragende Arbeit“. Allerdings werde der nächste Kommissionspräsident sich sein Team selbst zusammenstellen.