Hochwasser - Eine Million Menschen in Bosnien ohne Trinkwasser

Sarajevo/Belgrad (APA) - Ein Viertel der Bevölkerung von Bosnien ist von den Überschwemmungen betroffen. Eine Million Menschen ist ohne Trin...

Sarajevo/Belgrad (APA) - Ein Viertel der Bevölkerung von Bosnien ist von den Überschwemmungen betroffen. Eine Million Menschen ist ohne Trinkwasser. Das sagte der Außenminister des 3,8-Millionen-Einwohner-Staates, Zlatko Lagumdzija, am Montag.

An die 100.000 Häuser und 230 Schulen und Gesundheitseinrichtung seien derzeit unbrauchbar, sagte Lagumdzija. Der Außenminister wollte bei einer Pressekonferenz in Sarajevo keine Angaben zu Opferzahl machen und wies darauf hin, dass diese noch nicht endgültig feststehen. Laut früheren Medienberichten wurden im kleineren Landesteil, der Republika Srpska, bisher 17 Todesopfer registriert, ein weiteres am Montag im größeren Landesteil, der Bosniakisch-Kroatischen Föderation.

Die Wasserflut habe allein in Doboj und Maglaj in nur drei Tagen Schäden in einem Ausmaß angerichtet, für den organisierte Streitkräfte laut Militärexperten monatelang brauchen würden, verdeutlichte der Außenminister.

Unterdessen hat der kosovarische Außenminister Enver Hoxhaj via Twitter sein tiefes Bedauern über die Hochwasser-Katastrophe in Bosnien und Serbien ausgedrückt. Zuvor hatte Verteidigungsminister Agim Ceku die Bereitschaft bekundet, Hilfsmannschaften in die zwei Staaten zu entsenden. Die Unabhängigkeit des Kosovo wird von Sarajevo und Belgrad nicht anerkannt.