Kiew räumt ein: Präsidentenwahl ist nicht landesweit möglich

Kiew (APA/dpa) - Die ukrainische Regierung hat eingeräumt, dass die für den 25. Mai geplante Präsidentenwahl wegen der unruhigen Lage nicht ...

Kiew (APA/dpa) - Die ukrainische Regierung hat eingeräumt, dass die für den 25. Mai geplante Präsidentenwahl wegen der unruhigen Lage nicht im ganzen Land stattfinden wird. In weiten Teilen der ostukrainischen Gebiete Donezk und Lugansk sei keine Abstimmung möglich, sagte Innenminister Arsen Awakow am Montag Medien zufolge.

Die Regionen stehen unter der Kontrolle militanter moskautreuer Separatisten, die die Wahl strikt ablehnen. Awakow warf den prorussischen Kräften vor, Wahlkommissionen anzugreifen und Kommissionsmitglieder zu entführen. Zugleich bekräftigte der Minister, dass die Wahl „in jedem Fall“ durchgeführt werde, auch in einigen Bereichen von Donezk und Lugansk.

Bei Kämpfen in den Unruhegebieten sind nach Angaben des Geheimdiensts SBU bisher mindestens 24 Mitglieder der Sicherheitskräfte ums Leben gekommen. Die Separatisten sprechen hingegen von Hunderten getöteten, verletzten und gefangen genommenen Regierungstruppen, die in dem Gebiet mit einer „Anti-Terror-Operation“ die Kontrolle zurückgewinnen wollen.

Die selbst ernannten Machthaber von Donezk und Lugansk hatten die Gebiete nach umstrittenen Referenden für unabhängig erklärt. Die „Volksrepublik“ Lugansk forderte nun die Vereinten Nationen auf, die Eigenständigkeit anzuerkennen.