Russland, Ukraine und EU wollen wieder über Erdgasversorgung reden

Berlin/Brüssel (APA/AFP) - Vertreter der EU, der Ukraine und Russlands wollen am kommenden Montag erneut über die Zukunft der russischen Erd...

Berlin/Brüssel (APA/AFP) - Vertreter der EU, der Ukraine und Russlands wollen am kommenden Montag erneut über die Zukunft der russischen Erdgaslieferungen an das Nachbarland sprechen. Das teilte die Europäische Kommission nach einem Treffen von Energiekommissar Günther Oettinger mit dem russischen Energieminister Alexander Nowak am Montag in Berlin mit.

An dem Treffen nahm auch der Vizepräsident des russischen Erdgasriesen Gazprom, Alexander Medwedew, teil. Oettinger erklärte, es solle in den kommenden Tagen alles getan werden, um die Frage der unbezahlten Gasrechnungen der Ukraine zu klären und dem Land die Zahlung kommender Rechnungen zu ermöglichen. Gazprom hatte die Ukraine aufgefordert, die nächsten Rechnungen wegen der Schulden im Voraus zu bezahlen. Andernfalls könnten die Erdgaslieferungen ab dem 3. Juni eingestellt werden. Kiew schuldet dem russischen Gaslieferanten rund 3,5 Milliarden Dollar (2,6 Milliarden Euro).

Ein erstes Treffen zwischen EU-Vertretern sowie russischen und ukrainischen Gesandten hatte es bereits Anfang Mai gegeben. Dabei wurde aber keine Einigung erzielt. Nach Angaben der EU-Kommission soll bis Ende Mai eine Lösung gefunden werden. Es gebe erste Fortschritte, doch werde unter anderem noch über den Preis für die Gaslieferungen von April und Mai gestritten sowie über den ab Juni gültigen Preis. Das Treffen am kommenden Montag könnte den Angaben zufolge in Berlin abgehalten werden.