Geiselnahme aus Protest gegen Kupfermine in Myanmar

Rangun (APA/AFP) - Aus Protest gegen ein umstrittenes chinesisches Bergbauprojekt in Myanmar (Burma) haben Aktivisten zwei chinesische Firme...

Rangun (APA/AFP) - Aus Protest gegen ein umstrittenes chinesisches Bergbauprojekt in Myanmar (Burma) haben Aktivisten zwei chinesische Firmenmitarbeiter für einen Tag als Geisel genommen und mit dem Tode bedroht. Die beiden 23-jährigen Angestellten seien am Montag aber wieder freigelassen worden, teilte das Unternehmen Wanbao mit, das die Kupfermine in Monywa im Nordwesten des Landes betreibt.

Die Forderungen der Geiselnehmer seien nicht erfüllt worden. An der drastischen Protestaktion hatten sich auch zwei Mönche beteiligt. Sie richtete sich gegen die Kupfermiene Letpadaung, die Wanbao gemeinsam mit einer vom myanmarischen Militär gestützten einheimischen Firma betreibt.

Anrainer und Aktivisten beklagen, für den Kupferabbau sei Land geraubt worden und das Projekt richte schwere Umweltschäden an. Bei früheren Protesten war die Polizei mit Phosphor gegen Demonstranten vorgegangen. Dabei waren dutzende Menschen verletzt worden.