Ungarischer EU-Parlamentarier kooperierte mit russischem Geheimdienst

Budapest/Moskau (APA) - Der ungarische EU-Parlamentarier Bela Kovacs von der rechtsradikalen Jobbik-Partei soll „organisierte und konspirati...

Budapest/Moskau (APA) - Der ungarische EU-Parlamentarier Bela Kovacs von der rechtsradikalen Jobbik-Partei soll „organisierte und konspirative Beziehungen zum russischen Geheimdienst unterhalten“ haben. Das erklärte der Regierungspolitiker Szilard Nemeth, stellvertretender Vorsitzender des ungarischen Parlamentsausschusses für Nationale Sicherheit, am Montag.

Die Sitzung fand hinter verschlossenen Türen mit Vertretern des Innenministeriums, der Staatsanwaltschaft und der Geheimdienste statt. Der Inhalt der Sitzung wurde seitens des Amtes für Verfassungsschutz bis 2043 unter Geheimhaltung gestellt, berichtet die ungarische Nachrichtenagentur MTI.

Der Jobbik-Politiker soll Institutionen der Europäischen Union für Russland ausspioniert haben. Vor diesem Hintergrund seien die Anzeige des Amtes für Verfassungsschutz und der Antrag des Generalstaatsanwaltes auf Aufhebung der diplomatischen Immunität von Kovacs berechtigt, betonte Nemeth.