Europas Leitbörsen zur Eröffnung unverändert erwartet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Europas Leitbörsen dürften sich am Dienstag zur Eröffnung nahezu unverändert präsentieren. Für den Euro-St...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Europas Leitbörsen dürften sich am Dienstag zur Eröffnung nahezu unverändert präsentieren. Für den Euro-Stoxx-50 zeichnete sich eine knapp behauptet Eröffnung ab, dieser stand zuletzt um 0,09 Prozent im Minus.

Der Future auf den FTSE-100 wurde wiederum um 0,16 Prozent schwächer taxiert. Der Frankfurter X-DAX als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex DAX stand zuletzt um minimale 0,05 Prozent tiefer.

Wie die Devisenexperten der Commerzbank in ihrem Morgenkommentar dann resümierten, seien die „Äußerungen von EZB-Offiziellen keine den Markt bewegenden Nachrichten mehr.“ Eine Zinssenkung gelte aus Marktsicht als de facto angekündigt. Insgesamt dürften die Börse Europas an diesem Dienstag einer eher verhaltenen Eröffnung entgegensehen. Daten seien Mangelware und die Vorgaben aus Übersee gaben keinen klaren Trend vor, kommentierte etwa Analyst Joshua Mahony von Alpari UK.

Auf Unternehmensseite gab es vorbörslich auch keinen großen Ausreißer zu vermelden. Bankaktien stehen nach dem beigelegten Steuerstreit der Credit Suisse in den USA nochmals im Fokus. Die Schweizer Großbank muss eine Strafe von 2,6 Milliarden Dollar (1,9 Mrd. Euro) zahlen. Um das seit Jahren laufende Verfahren zu beenden, räumte die Bank auch ihre Schuld ein. Damit bekannte sich in den USA erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt eine Bank zu einem Verbrechen. Das jahrelange Verfahren habe damit ein Ende, kommentierte der Börsianer. Sowohl Commerzbank als auch Deutsche Bank legten nach ihrem schwachen Vortag bei Lang & Schwarz vorbörslich zu.

Die Aktien der beiden Versorger Eon und RWE traten vorbörslich mehr oder weniger auf der Stelle. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bekräftigte ihre Position, dass die Energiekonzerne die alleinige Verantwortung für die Abwicklung der Atomenergie in Deutschland tragen.

Eine deutliche Kursbewegung verzeichneten die Titel der Deutschen Annington. Sie sackten vorbörslich um annähernd vier Prozent ab, was Händler mit einer Anteilsplatzierung durch die Mehrheitsaktionäre Monterey Holdings und CPI Capital begründeten. Demnach werden 12,5 Prozent oder 30 Millionen Aktien der Immobiliengesellschaft verkauft. Als Platzierungsspanne wurden 19,00 zu 21,385 Euro genannt. Ein Börsianer stufte den Preis zunächst als relativ niedrig ein. Auch die vereinbarte Haltefrist von 90 Tagen belaste. Der steigende Freefloat sei indes positiv, sagte er. Morphosys zogen nach guten Neuigkeiten von ihrem Wirkstoff MOR208 um zweieinhalb Prozent an.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA088 2014-05-20/08:41