Wetter

„Badewetter ist gewiss“: Heißes Rennen um die 30-Grad-Marke

Die 30-Grad-Marke wackelt. Morgen Mittwoch oder am Donnerstag könnten die Temperaturen heuer erstmals in hitzige Höhen steigen.
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Sun, Sun, Sun, schau sie kummt. Mit sommerlichen Temperaturen startet der Sommer dieser Tage durch. Morgen Mittwoch oder am Donnerstag könnte in Tirol heuer erstmals die 30-Grad-Marke fallen.

Von Katharina Zierl

Innsbruck – Wann wird’s mal wieder richtig Sommer? Jetzt! Nachdem die Eisheiligen ihrem Namen alle Ehre gemacht haben, klettern die Temperaturen dieser Tage kontinuierlich nach oben. Morgen Mittwoch und am Donnerstag könnte das Thermometer heuer erstmals die 30-Grad-Marke erreichen. „Das könnte sich in Innsbruck ausgehen. 28 oder 29 Grad werden es aber sicher. Badewetter ist also gewiss“, sagt Georg Erlacher von der ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik). 30 Grad in der zweiten Maihälfte seien nicht ungewöhnlich, betont Erlacher: „Und dieser extreme Temperaturanstieg innerhalb kurzer Zeit ist auch nicht selten, weil die Eisheiligen auf den Mai fallen.“

Imst als „heißer“ Anwärter

Thomas Rinderer von Ubimet rechnet fix mit dem Überschreiten der 30-Grad-Marke: „Das Sommerwetter beschert uns ein umfangreiches Tiefdruckgebiet. Im Westen klettert das Quecksilber zum ersten Mal in diesem Jahr auf 30 Grad. Ein heißer Anwärter ist beispielsweise Imst.“

Die sommerlichen Temperaturen dürften in Innsbruck auch Freunde des gepflegten „In-der-Wiese-Liegens“ freuen: Die Rasenflächen im Hofgarten dürfen seit dem Genussfest am vergangenen Wochenende betreten werden. Minister Andrä Rupprechter gab grünes Licht für die Wies’n-Gaudi – die TT berichtete.

„Keine saubere Erklärung für Wetterfühligkeit“

So manchem läuft’s dieser Tage angesichts der großen Temperaturschwankungen allerdings kalt über den Rücken. Wetterfühligkeit macht vielen zu schaffen. Nachdem einige vor ein paar Tagen noch damit liebäugelten, die Winterjacke wieder auszupacken, hat jetzt der Bikini Hochsaison. „Für die Wetterfühligkeit gibt es seitens der Schulmedizin keine saubere Erklärung“, sagt der Innsbrucker Internist Maximilian Ledochowski. „Tatsache ist, dass jeder zweite oder dritte Bürger eine Wetterfühligkeit verspürt und glaubt, dass das Wetter einen großen Einfluss auf die Gesundheit hat“, erklärt der Mediziner. Ebendieser Einfluss auf die Befindlichkeit werde allerdings überschätzt.

„Fakt ist lediglich, dass etwa ältere Menschen mit Hitze schlechter zurechtkommen als mit Kälte“, sagt Ledochowski. Auch Menschen, die zu Depressionen neigen oder in schlechter Stimmung sind, hätten mit Hitze ihre Probleme, erklärt der Mediziner: „Hitze verstärkt die negativen Gefühle. Das körpereigene Kühlsystem funktioniert oft nicht mehr so gut.“ Extreme Temperaturschwankungen innerhalb kurzer Zeit würden für den Menschen grundsätzlich keine gesundheitlichen Probleme mit sich bringen, sagt Ledochowski: „Das ist nur dann der Fall, wenn man innerhalb von Minuten von Wärme in die extreme Kälte wechselt. Ein plötzlicher Temperatursturz kann zu Kreislaufproblemen führen oder bei Risikopatienten sogar einen Herzinfarkt auslösen.“

Die Wetterfühligkeit lasse sich aus schulmedizinischer Sicht jedenfalls weder be- noch widerlegen, betont der Mediziner: „Ärzten ist dieses Phänomen aber durchaus bekannt.“

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