Schwarze Sulm - Protest bei Verhandlung um ökologische Nachbesserung

Wien/Schwanberg (APA) - Bei einer Verhandlung nach dem Wasserrecht zum umstrittenen Kraftwerk an der Schwarzen Sulm in der Südweststeiermark...

Wien/Schwanberg (APA) - Bei einer Verhandlung nach dem Wasserrecht zum umstrittenen Kraftwerk an der Schwarzen Sulm in der Südweststeiermark ist es am Dienstag zu einer Protestkundgebung der von den Grünen unterstützten Bürgerplattform gekommen. Wie der Projektwerber erklärte, gehe es um freiwillig vorgeschlagene Verbesserungen in der Trassenführung der Druckrohrleitung.

Konkret gehe es um Vorschläge, die man im Zuge des wasserrechtlichen Überprüfungsverfahrens ins Spiel gebracht habe, so Peter Masser. Die Trasse für die Druckrohrleitung zwischen Stau und Krafthaus könnte die Flussseite wechseln und praktisch durchgängig unter einem Forstweg geführt werden, wodurch - entgegen der bisherigen Planung - ein Natura 2000-Schutzgebiet unberührt bleibe und zudem eine Flussquerung bei Schwanberg vermieden werde. Jedoch: „Am Wasserrecht ändert sich nichts.“

Gerade diese Frage ist laut Werner Fischer vom Amt der Landesregierung Gegenstand der Prüfung: Zumal es sich doch um eine erhebliche Änderung des Projektes - mit dem Verlauf der Leistung würde sich auch die Lage des Krafthauses ändern - geht, müsse geklärt werden, ob die vorgeschlagenen Veränderungen in den Rahmen des bestehenden rechtsgültigen Bescheides von 2007 passen. In der Frage halte man auch Kontakt mit dem Umweltministerium.

Tatsächlich forderte die Grüne Landtagsklubobfrau Sabine Jungwirth ein „Zurück an den Start“: Der vorgelegte neue Trassenverlauf erfordere eine Neueinreichung und komplett neue wasser- und naturschutzrechtliche Verfahren. Darauf will sich der Konsenswerber nicht einlassen: So gesehen sei es paradox, dass Naturschützer und Grüne demonstrierten und möglicherweise eine naturschonendere Lösung verhinderten, so Masser.

Sollte es kein Okay der Behörde geben, werde man die alten Pläne umsetzen. Mit Vorliegen der forstrechtlichen Bewilligung („eine Formsache“) werde man die Bauarbeiten aufnehmen, ist sich der Bauherr sicher: „Immerhin haben wir das bestgeprüfte Wasserkraftwerk Österreichs.“