Justiz und Kriminalität

Minister garantiert Standort für Bezirksgericht Kitzbühel

Bei einem Besuch legte Justizminister Wolfgang Brandstetter ein klares Bekenntnis zu Gericht und Bildungszentrum ab.

Von Harald Angerer

Kitzbühel –Es war dieser eine Satz, auf den sie alle gewartet haben – und er fiel auch: „Das Bezirksgericht Kitzbühel steht in keiner Weise zur Diskussion“, sagt Justizminister Wolfgang Brandstetter bei seinem Besuch am Montagnachmittag in Kitzbühel. Auch das im gleichen Gebäude untergebrachte Justiz-Bildungszentrum stehe außer Diskussion, ganz im Gegenteil. Es wird sogar noch heuer etwas modernisiert und umgebaut.

„Es wird bei uns zumindest ein Fall pro Tag verhandelt, aber es sind ja nicht nur die Verhandlungen, die wir durchzuführen haben“, sagt Peter Gurschler, Vorsteher des Bezirksgerichtes. Derzeit gibt es zwei Richterinnen und drei Richter und weitere 38 Mitarbeiter. „Die Anforderungen in einem Bezirksgericht sind sehr groß und reichen von Wirtschaftsdelikten bis hin zu Familienstreitigkeiten. Bei uns ist alles möglich“, sagt Gurschler. Für den Minister ist die Größe des Kitzbüheler Bezirksgerichts ideal. „Es geht bei den Schließungen ja nicht nur um Einsparungen, sondern auch um das Service. Ein Gericht braucht eine gewisse Größe, um Leistungen anbieten zu können“, erklärt Brandstetter.

Seit dem Jahr 1085 ist auch das Justiz-Bildungszentrum im selben Gebäude untergebracht. Davon gibt es zwei in Österreich, eines in Wien Schwechat und das zweite eben in Kitzbühel. Hier werden zum Beispiel Richter, Staatsanwälte, Kanzleipersonal und Justiz-Wachebeamte weitergebildet. Aber es gibt auch eine Kooperation mit den Universitäten Innsbruck, Zürich und Mannheim. Somit nutzen auch Studenten die Räumlichkeiten. Die Auslastung ist sehr gut, im Vorjahr verzeichnete man 2800 Nächtigungen. Die Auszubildenden können im Haus schlafen und frühstücken, „für eine Kantine sind wir leider zu klein“, sagt Christian Perzl, Leiter des Bildungszentrums.

Eine Erweiterung des Gebäudes wäre auch geplant, diese ist aber aus finanziellen Gründen derzeit nicht möglich. Sehr wohl wird es aber einen kleinen Umbau geben. So wird ein Aufenthaltsraum zu einem zusätzlichen Seminarraum umgebaut und es erfolgt eine technische Aufrüstung. Die Bauarbeiten starten noch heuer im Herbst.

Für Sie im Bezirk Kitzbühel unterwegs:

Harald Angerer

Harald Angerer

+4350403 2059

Michael Mader

Michael Mader

+4350403 3050

Verwandte Themen