Brüssel untersucht mögliches Pilzkonserven-Kartell

Brüssel (APA/dpa) - Europas Verbraucher haben möglicherweise jahrelang zu viel für Pilzkonserven bezahlt. Die Brüsseler EU-Kommission bestät...

Brüssel (APA/dpa) - Europas Verbraucher haben möglicherweise jahrelang zu viel für Pilzkonserven bezahlt. Die Brüsseler EU-Kommission bestätigte am Dienstag, dass sie wegen Kartellverdachts gegen mehrere Hersteller ermittle. Der Ausgang der Untersuchung sei offen. Details nannte die Behörde nicht.

Unter den untersuchten Firmen ist auch die französische Bonduelle-Gruppe. Der Konzern hatte am Vorabend mitgeteilt, dass er ein Schreiben der EU-Kommission zu ihren Bedenken erhalten hatte. Bei dem Kartellverdacht gehe es um Dosenpilze, die nicht unter ihren Markennamen, sondern unter Eigenmarken des Handels verkauft wurden.

Bonduelle erklärte auf Nachfrage, die EU-Kommission untersuche den Zeitraum zwischen 2006 und 2012. Das Unternehmen selbst stelle erst seit einem Zukauf im April 2010 Pilzkonserven her. Die Kommission ermittle seit April 2013.

Unerlaubte Zusammenarbeit zum Schaden von Konkurrenten und Verbrauchern ist in der EU verboten, überführten Unternehmen drohen Strafen von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.