EU-Wahl - HPM gab „Warnung“ vor Extremen statt Wahlempfehlung ab

Brüssel (APA) - Der nicht mehr bei den EU-Wahlen antretende Europaabgeordnete Hans-Peter Martin hat statt einer Wahlempfehlung eine „Warnung...

Brüssel (APA) - Der nicht mehr bei den EU-Wahlen antretende Europaabgeordnete Hans-Peter Martin hat statt einer Wahlempfehlung eine „Warnung“ an seine ehemaligen Wähler abgegeben. Diese Warnung richtet sich gegen das KPÖ-Bündnis „Europa anders“ mit seinem ehemaligen Mitstreiter Martin Ehrenhauser, gegen FPÖ, BZÖ und Rekos.

Auf die Frage, ob dies de facto eine Wahlempfehlung für die anderen Bewerber ÖVP, SPÖ, Grüne oder Neos bedeutet, sagte Martin, ihm gehe es darum, vor Rechtsextremen und Linksextremen zu warnen. Immerhin sei er 2009 von mehr als 500.000 Menschen in Österreich gewählt worden. Nun gehe es darum, diesen ehemaligen HPM-Wählern zu sagen, nicht in die falsche Richtung zu gehen und nicht abzudriften, so Martin gegenüber der APA.

Konkret erläuterte Martin seine Warnungen damit, dass sich „Ehrenhauser als politischer Wendehals der Extraklasse erwiesen“ habe und in kürzester Zeit bei den Liberalen gewesen sei, eine Wahlempfehlung für die ÖVP abgegeben habe und nun bei den Kommunisten gelandet sei. Die FPÖ wiederum bleibe trotz des Abgangs von Andreas Mölzer eine Partei am rechten Rand. Darüber hinaus zählten die FPÖ-Abgeordneten im EU-Parlament „stets zu den Faulsten“.

Die Liberale Fraktion im Europaparlament habe gute Gründe, sich gegen das BZÖ zu stellen. „Und die Rekos mit Ewald Stadler ist heillos rückwärts gewandt“, so Martin.