Hochwasser - Vucic: Serbien will Mittel aus EU-Solidaritätsfonds

Belgrad/EU-weit (APA) - Nach dem verheerenden Hochwasser will Serbien einen Antrag auf Unterstützung aus dem EU-Solidaritätsfonds stellen. M...

Belgrad/EU-weit (APA) - Nach dem verheerenden Hochwasser will Serbien einen Antrag auf Unterstützung aus dem EU-Solidaritätsfonds stellen. Ministerpräsident Aleksander Vucic sagte am Dienstag, dass sein Land einen selbstständigen Antrag - unabhängig von Kroatien und Bosnien-Herzegowina - stellen werde. Um Mittel aus anderen EU-Töpfen zu erhalten, werde man mit diesen Ländern zusammenarbeiten, fügte er hinzu.

Die serbische Regierung schätzt den Schaden durch das Hochwasser allein im staatlichen Bereich (Stromwirtschaft, Eisenbahnen, Straßennetz, Telekommunikationen, Gasversorgung) auf 0,64 Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts. Der Schaden in der Landwirtschaft wird auf weitere 500 Mio. Euro bewertet.

Vucic appellierte am Dienstag an die betroffenen Gemeindeverwaltung, bei der Bewertung der Schäden „auf keinen Fall zu versuchen, den eigenen Staat zu betrügen, indem sie den Sachschaden über seinem tatsächlichen Ausmaß darstellen“. Die angegebenen Daten werden drei oder vier Mal kontrolliert, kündigte der Regierungschef an.

Das EU-Beitrittswerberland wird sich nach Ankündigung der Regierung auch darum bemühen, 30 Millionen Euro an reservierten EU-Geldern für die Hochwasserhilfe einzusetzen, die wegen fehlender Projekte bisher nicht abgerufen wurden.