Standort Tirol

Innsbrucks Immo-Preise galoppieren

Seit 2005 wurden in Innsbruck Eigentumswohnungen um mehr als 50 % teurer. Italiener machten zuletzt 5 % der Käufer aus.

Innsbruck –In den vergangenen Jahren kannten die Immobilienpreise in Innsbruck nur den steilen Weg nach oben. Seit 2005 legten die Erstverkaufspreise von Wohnungen um fast 53 % zu, wie der gestern präsentierte Immobilienmarktbericht des Immobiliendienstleisters Prochecked ergeben hat.

Grundlage des Berichts bilden die tatsächlich erzielten und im Grundbuch verbücherten Verkaufspreise. Alleine im vergangenen Jahr stiegen demnach die Preise für neue Eigentumswohnungen in Innsbruck um 12,1 %, was in etwa den Zahlen der Wirtschaftskammer (siehe Bericht links) entspricht. „Mit einem aktuellen Quadratmeterpreis von mehr als 3900 Euro je Quadratmeter wird wohl bald die Marke von 4000 Euro geknackt“, meinen die Studienautoren.

Die Zahl der Wohnungsverkäufe in Innsbruck knickte im Vorjahr um knapp 10 % ein, insgesamt wechselten rund 950 neue und gebrauchte Wohnungen den Besitzer, mehr als ein Drittel davon war zwischen 40 und 70 Quadratmeter groß. Einen oft vermuteten Käuferansturm aus Südtirol ortet die Studie zumindest für das vergangene Jahr allerdings nicht: Nur knapp 5 % der Käufer waren demnach Italiener.

Die Immobilienpreise würden ins Astronomische steigen und seien Innsbrucks größtes Problem, meint Innsbrucks Planungsstadtrat Gerhard Fritz (Grüne). Künftig werde man wohl „Zwangsmaßnahmen“ andenken müssen. Etwa mit Vorbehaltsflächen für den sozialen Wohnbau im Zuge von Grundstücksumwidmungen oder dem Einfordern eines höheren Anteils an Wohnungen nach den Vorgaben der Wohnbauförderung von Bauträgern im Gegenzug für höhere Baudichte. (mas)

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