Zoom Kindermuseum wird 20 und feiert mit Erweiterungsplänen

Wien (APA) - Im menschlichen Lebenszyklus hätte das Zoom Kindermuseum schon die Matura in der Tasche und vielleicht den Zivildienst abgeleis...

Wien (APA) - Im menschlichen Lebenszyklus hätte das Zoom Kindermuseum schon die Matura in der Tasche und vielleicht den Zivildienst abgeleistet: 20 Jahre zählt die Einrichtung im Wiener Museumsquartier mittlerweile. Und zum Jubiläum gibt es am 25. Mai ein großes Fest mit der Kernbesucherschaft - sowie Erweiterungspläne. Demnach soll 2016 im Weltmuseum Wien ein zweiter Standort eröffnet werden.

Der neue Zoom-Standort soll in enger Kooperation mit dem Weltmuseum entstehen und von Anfang an in die Neukonzeption des Hauses integriert werden, unterstrich Sabine Haag als Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums am Dienstag in einer Pressekonferenz. Sie streute zugleich ihrem neuen Kooperationspartner Rosen: „Das Zoom Kindermuseum ist so etwas wie ein Leuchtturm für den Paradigmenwechsel in der Museumslandschaft.“

Die Neueröffnung des Weltmuseums samt Zoom ist für Herbst 2016 angesetzt. „Ziel ist, die Kinder zu weltoffenen Weltbürgern zu erziehen“, umriss Zoom-Direktorin Elisabeth Menasse das Konzept für die neue Einrichtung. Ob es im Erfolgsfall auch weitere Zoom-Dependancen in anderen Museen geben könne, lasse sich derzeit nicht sagen: „Denkbar ist alles, spruchreif ist nichts.“

Spruchreif sind aber in jedem Falle die Zahlen der vergangenen Jahren: 1,7 Millionen Besucher hat man seit der Gründung 1994 bei 39 Ausstellungen und den übrigen Programmen begrüßt - formal also die gesamte Einwohnerschaft Wiens. Auf 1.600 Quadratmetern bietet man heute eine interaktive Ausstellung, das Zoom Atelier, in dem sich Künstler mit Kindern spielerisch auseinandersetzen, ein Trickfilmstudio und den Zoom Ozean als Erlebnis- und Spielbereich für Kleinkinder.

„Die Kinder sind nicht das Publikum von morgen, sondern der Gegenwart“, hob Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) den wertschätzenden Ansatz der Museumsmacher hervor. Dabei sei das Kindermuseum einst als echtes Projekt von unten durch eine Privatinitiative entstanden, erinnerte sich Gründungsdirektorin Claudia Haas.

Dies alles will man am 25. Mai mit einem großen Fest feiern. Von 14 bis 17 Uhr sind bei freiem Eintritt Musik, Tanz und Seifenblasenexperimente angesetzt.

(S E R V I C E - www.kindermuseum.at)