Boilerhersteller Austria Email kämpft gegen Umsatzrückgang

Knittelfeld/Wien (APA) - Der börsennotierte Warmwasserspeicherhersteller Austria Email AG kämpft gegen die Flaute am Heimatmarkt. Der Umsatz...

Knittelfeld/Wien (APA) - Der börsennotierte Warmwasserspeicherhersteller Austria Email AG kämpft gegen die Flaute am Heimatmarkt. Der Umsatz ging 2013 erstmals seit drei Jahren zurück. Dank des Sparkurses wurde der Vorsteuergewinn (EGT) von 4,6 Mio. Euro aber gehalten, teilte Austria Email am Dienstag mit. Das Unternehmen baute im Vorjahr neun Vollzeitstellen ab, gleichzeitig soll aber die Dividende verdoppelt werden.

„Das abgelaufene Geschäftsjahr war von gedämpfter Nachfrage, intensiven Preiskämpfen und Überkapazitäten geprägt“, erklärte der Boilerhersteller zum Umsatzrückgang von 62,5 auf 60,5 Mio. Euro. Die Nachfrage im Inland sowie nach konventionellen Standspeichern sei im Vorjahr unter den Erwartungen geblieben. Auch im ersten Quartal 2014 sei die Nachfrage weiter verhalten gewesen. Besser läuft das Geschäft hingegen in Deutschland und bei Spezialprodukten.

Den Aktionären winkt trotz Umsatzrückgangs eine verdoppelte Dividende. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen bei der heute, Dienstag, stattfindenden Hauptversammlung eine Dividendenauszahlung von 0,40 Euro pro Aktie vor. Zum Vergleich: Für 2012 wurden 0,20 Euro ausgeschüttet. Die Eigenkapitalquote stieg von 48 auf 54 Prozent - „dank zurückhaltender Dividendenausschüttungen“, wie es in der Presseaussendung heißt. Damit würden auch die Aktionäre wesentlich zur Stärkung des österreichischen Produktionsstandortes beitragen.

Das Unternehmen mit Sitz im steirischen Knittelfeld baute 2013 neun Vollzeitstellen ab und kam zum Jahresende 2013 auf nur noch 332 Mitarbeiter. „Die auf breiter Front laufenden Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität“ sollen auch heuer fortgesetzt werden. Der Vorstand will so den Gewinn 2014 trotz des Preisdrucks steigern.

Im Juli 2013 war der französische Boilerhersteller Atlantic mit 40 Prozent bei Austria Email eingestiegen. 50,3 Prozent der Aktien gehören der Treibacher Industrieholding, der Streubesitz von 9,7 Prozent notiert an der Wiener Börse.