Frankfurter Rentenmarkt präsentiert sich schwächer

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben auch am Dienstag schwächer tendiert. Der Renditeanstieg der vergangenen Tage...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben auch am Dienstag schwächer tendiert. Der Renditeanstieg der vergangenen Tage setzt sich damit fort. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future sank bis zum Mittag um 0,06 Prozent auf 146,18 Punkte. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten mit 1,35 Prozent.

Händler nennen seit mehreren Tagen die anstehenden Wahlen zum Europaparlament als Grund für die höhere Unsicherheit. Es wird damit gerechnet, dass europakritische Parteien starken Zulauf erhalten. Dies würde insbesondere in krisengeplagten Euroländern wie Griechenland oder Portugal die Regierungskoalitionen schwächen, wird argumentiert. Deswegen sind die Renditen für Staatsanleihen der jeweiligen Länder in den letzten Tagen spürbar gestiegen. Diese Entwicklung setzte sich am Dienstag fort.

Positive Konjunkturdaten aus Italien wurden in diesem Umfeld kaum beachtet. Nach Zahlen des Statistikamts erhielten die italienischen Industrieunternehmen im März deutlich mehr Aufträge als erwartet. Im weiteren Verlauf ist zumindest von Konjunkturdaten wenig Bewegung zu erwarten. In den USA stehen keine Zahlen an.

Deutsche Staatsanleihen haben zur Kasse etwas schwächer tendiert. Die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere stieg von 1,11 Prozent auf 1,12 Prozent, wie die Deutsche Bundesbank in Frankfurt mitteilte.

Es gab 53 Verlierer mit Abschlägen von bis zu 0,62 Prozentpunkten. Dem standen 6 Gewinner mit Aufschlägen von bis zu 0,040 Prozentpunkten gegenüber. Die Bundesbank kaufte per Saldo Anleihen im Wert von 2,4 Millionen Euro.

Der Rentenindex Rex fiel um 0,05 Prozent auf 135,89 Punkte. Diesen Index berechnet die Deutsche Börse auf Basis der Kassakurse ausgesuchter Anleihen.