Bertone bestreitet Vorwurf der Veruntreuung von 15 Mio. Euro

Vatikanstadt (APA) - Der frühere Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone hat Untreuevorwürfe bestritten. Im Gespräch mit der italienischen N...

Vatikanstadt (APA) - Der frühere Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone hat Untreuevorwürfe bestritten. Im Gespräch mit der italienischen Nachrichtenagentur ADNKronos dementierte der 79-Jährige, 15 Millionen Euro von vatikanischen Konten veruntreut zu haben, wie die „Bild“-Zeitung am Dienstag unter Berufung auf Quellen in dem Kirchenstaat berichtete. Das Geld soll demnach an ein Medienunternehmen geflossen sein.

Bertone soll Wandelschuldverschreibungen für die TV-Gesellschaft Lux Vide im Besitz des mit dem Geistlichen befreundeten ehemaligen Präsidenten des Staatsfernsehens RAI, Ettore Bernabei, erhalten haben. Das Abkommen mit Lux Vide sei trotz der Opposition der Vatikanbank IOR erfolgt, hieß es in dem Bild-Bericht.

Bertone erwiderte, die Operation sei sowohl von der Kardinalskommission, die für die IOR-Aufsicht zuständig ist, als auch vom Aufsichtsrat der Vatikanbank genehmigt worden, wie aus dem Protokoll einer Sitzung des 4. Dezember 2013 hervorgehe. Alles sei in voller Transparenz erfolgt.