Ex-Versicherungsangestellter betrog 14 Opfer um 124.000 Euro: Prozess

Salzburg (APA) - Ein ehemaliger Versicherungsangestellter aus Salzburg soll 14 Anleger um rund 124.000 Euro gebracht haben. Der wegen schwer...

Salzburg (APA) - Ein ehemaliger Versicherungsangestellter aus Salzburg soll 14 Anleger um rund 124.000 Euro gebracht haben. Der wegen schweren gewerbsmäßigen Betruges angeklagte 48-Jährige zeigte sich heute, Dienstag, vor einem Schöffensenat am Landesgericht Salzburg geständig. „Ich habe aber niemanden schädigen wollen“, sagte der Beschuldigte. Ein Urteil steht noch aus.

Rund 90 Prozent der Opfer waren Freunde des bisher unbescholtenen Salzburgers. Er hat laut Staatsanwaltschaft nach seiner Entlassung ihr Vertrauen ausgenutzt, das er zuvor als Mitarbeiter der Versicherung erworben hatte. Der 48-Jährige soll ihnen anhand von gefälschten Versicherungsdokumenten und einem dazugehörigen Stempel lukrative Anlageformen unterbreitet und eine Gewinnmöglichkeit in Aussicht gestellt haben. Er erklärte den Kunden, die Veranlagung laufe unter seinem Namen bei der Versicherung, sie würden ihr Geld mit entsprechenden Zinsen zurückbekommen.

Bei seiner ersten Einvernahme vor der Polizei bezeichnete der Angeklagte die Vorgangsweise noch als eine „Win-win“-Situation. Dann relativierte er seine Angaben und meinte, er habe Löcher gestopft und mit dem Geld der Kunden seinen Lebensunterhalt bestritten. „Es war auch meinerseits geplant, dass ich das Geld, das ich von den Kunden ausgeliehen habe, zurückgezahlt hätte“, sagte der Angeklagte heute zum vorsitzenden Richter Peter Egger. Zum damaligen Zeitpunkt sei ihm nicht bewusst gewesen sei, dass er mit den gefälschten Dokumenten betrügerisch tätig war.

Verteidiger Peter Lechenauer nannte als Tatmotiv einen überzogenen Lebenswandel seines Mandanten. Er aber bereits einen Teil des Schadensbetrags beglichen. Zwei Privatbeteiligte schlossen sich dem Verfahren mit einer Schadensumme von insgesamt rund 50.000 Euro an.